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Die Griechen sollten aussteigen

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Die nächste Pokerrunde um das Mutterland der Demokratie läuft.

Griechenland muss jetzt ein Sparpaket abstimmen, dass auf eine Zwangsversteigerung hinausläuft.

Privatisierung von Staatsvermögen in Höhe von 50 Milliarden Euro in 4 Jahren.

Das hört sich erstmal überschaubar an, ist es aber nicht.

Die Griechen müssen alle 10 Tage ein Staatsunternehmen verkaufen, wenn sie diese Zahl erreichen wollen.

Zu welchem Preis kann ein Pleiteland seine Staatsunternehmen verkaufen?

Da braucht es nur die Phantasie des erschrockenen Häuslebauers, der sich vorstellt, dass sein Schmuckstück unter den Hammer müsste.

Die Antwort ist, dass dann in Griechenland Staatseigentum zum Dumpingpreis zu haben sein wird.

Griechenland soll also iin Vorwegnahme seiner Insolvenz das Tafelsilber billig verscherbeln.

Die Ideologie ist immer die Gleiche, nicht der Finanzmarkt, sondern die Steuerzahler, natürlich besonders die Griechen, sollen bluten.

Unter der Bedingung eines kompletten Ausverkaufes, den wir Deutsche übrigens schon mehrfach, zuletzt in der ehemaligen DDR, kennengelernt haben, werden angeschlagene Staaten erst recht ruiniert.

Griechenland sollte unter diesen Bedingungen in die Insolvenz gehen.

Dies bedeutet, dass die Gläubigerbanken ihre Verluste realisieren müssen, natürlich auch die EZB, die dann mit 50 Milliarden Euro in die Miesen kommt.

In der Tat würde das Land dann keine Gelder mehr am Finanzmarkt bekommen und müsste schlicht und einfach seine eigene Währung wieder drucken.

Aber die Substanz des Landes wäre erhalten und eine butterweiche Drachme könnte den Export kräftig befördern.

Nur kaufen können sich die Griechen dann in Europa nichts mehr.

Aber was solls, dass können sie bald sowieso nicht mehr, weil sie mit den wenigen harten Euros, die ihnen bleiben nur noch das nötigste bekommen können.

Die Verhinderung des Staatsbankrottes schützt ohnehin nur noch die europäischen Politiker, denn auch die reichen Griechen haben ihre Kohle längst in Sicherheit gebracht.

Ach ja, und wir deutschen Steuerzahler müssen für die Bürgschaften aufkommen, die wir den Griechen schon gegeben haben.

Aber dann fängt wenigstens niemand mehr so einen Blödsinn an, zum Wohle des Finanzmarktes ganzen Ländern Schuldengarantien auszustellen.

Die viel beschworene internationale Ansteckungsgefahr ist ein Monstrum aus der Dose.

Wer sollte denn angesteckt werden?

Es sind doch schon alle krank!

Die Krankheit muss auskuriert werden und es müssen Konsequenzen her.

Die Staaten müssen wieder von Steuereinnahmen leben und nicht von Krediten.

Der Finanzmarkt muss endlich zum Steuerzahler werden und nicht mehr als Kreditgeber fette Renditen einstreichen.

Die Währung mag zwischenzeitlich Dämpfer bekommen.

Aber sie wird immer noch hoheitlich von den Staaten definiert und nicht von den Investmentbanken.

Also, Verluste realisieren und durch!

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 22. Juni 2011 um 05:51 Uhr  

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