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Hat sich die SPD der Finanzwirtschaft ausgeliefert?

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Und was hat die SPD dann noch mit sozialer Demokratie zu tun?

Ein sehr nachdenkenswerter Artikel mit notwendigen Hintergrundinformationen ist dazu auf den NachDenkSeiten zu lesen:

Die Systemfrage ist gestellt – sichtbar an der Entscheidung über den SPD-Kanzlerkandidaten durch die Finanzwirtschaft: Peer Steinbrück

Von: Albrecht Müller

Es ist bekannt, dass der frühere Bundesfinanzminister Lafontaine mit seinen G8-Kollegen Ende 1998 / Anfang 1999 über grundlegend neue Regulierungen der internationalen Finanzmärkte beraten hat und konkrete Ergebnisse erzielt waren.

Jetzt berichtete mir ein Mitarbeiter des damaligen Bundesfinanzministers, der amerikanische Finanzminister habe dann am Rande des Geschehens gegenüber seinem deutschen Kollegen angemerkt, er, Lafontaine, werde doch wohl nicht annehmen, dass diese neuen Regeln die Zustimmung des amerikanischen Präsidenten bekämen.

Schließlich habe Wall Street den Wahlkampf des amtierenden Präsidenten Clinton bezahlt.

Die Verhältnisse bei uns sind nicht anders. Merkel achtet wie schon Schröder auf die Interessen der Finanzwirtschaft und hat uns Steuerzahler schon mit weit über 100 Milliarden € zu Gunsten der Finanzwirtschaft in Haftung genommen.

Und jetzt, in diesen Tagen kümmert sich die umsichtige Finanzwirtschaft vorsorglich auch um die Nominierung des SPD-Kanzlerkandidaten.

Man kann ja nie wissen. Albrecht Müller.

Steinbrück ist für die Finanzindustrie ein idealer Kandidat

Wir beobachten in diesen Tagen mit Staunen den rasanten Aufstieg des ehemaligen Finanzministers und gescheiterten NRW-Ministerpräsidenten Peer Steinbrück.

Für viele Beobachter ist dies ein Rätsel.

Dies ist es nicht, wenn man bedenkt, dass die Finanzwirtschaft, die großen Einfluss auf die veröffentlichte und öffentliche Meinung hat, in Peer Steinbrück einen für sie idealen Kanzlerkandidaten der SPD ausgemacht hat.

Wenn man dies ergründen will, dann versetzt man sich sinnvoller Weise in die Lage der Strategen der Finanzwirtschaft und der für sie tätigen Public-Relations-Agenturen.

Wir können davon ausgehen, dass dort clevere Strategen tätig sind und sie zudem über große Finanzen verfügen.

Die Ergebnisse ihrer Strategieplanung dürfte so aussehen:

1. Die Chancen, dass die SPD Führung den SPD Gremien empfiehlt, Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten zu nominieren, sind groß, wenn mit massiver Public-Relations-Arbeit dafür gesorgt wird, dass er als populär gilt.

Die Strategen der Finanzwirtschaft können sich dabei darauf verlassen, dass sachliche Gesichtspunkte und eigene wahlstrategische Überlegungen in der heutigen SPD Führung nicht den notwendigen Raum finden.

Dort entscheidet man sehr viel eher nach der aktuellen Popularität des zur Wahl stehenden Spitzenpersonals.

Außerdem wissen die Strategen der Finanzwirtschaft um ihren Lobby-Einfluss beim rechten Flügel der SPD Führung, bei den Seeheimern und den Netzwerkern.

2. Die Chancen, dass Steinbrück 2013 die Bundestagswahl gewinnt und Bundeskanzler wird, sind vermutlich sehr gering.

Die SPD wird mit ihm nicht sonderlich gut abschneiden und er wird keine mehrheitsfähige Koalition schmieden können.

Darauf setzt die Finanzwirtschaft zu aller erst.

Denn Schwarz-Gelb oder Schwarz-Grün ist ihr trotz aller Dienstfertigkeit von Rot-Grün immer noch lieber.

Warum werden die Chancen eines Kanzlerkandidaten Steinbrück gering sein:

Dass Steinbrück jetzt auf allen Kanälen präsentiert wird und dass er zum Beispiel beim ZDF-Politikbarometer die Nummer eins von zehn abgefragten Personen erreicht (ein Link für viele ähnliche Meldungen), sagt über seine Wählerwirksamkeit als Kandidat im Jahre 2013 nahezu nichts:

weiter hier: http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=9830

 

 

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