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Grenzenloses Wachstum?

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Immer mehr?

Seit der Club of Rome im Jahr 1972 die Studie Die Grenzen des Wachstums (engl. Originaltitel: The Limits to Growth) vorgelegt hat, müsste die Menschheit (eigentlich) wissen, zu welch absurden Verhältnissen ungezügeltes wirtschaftliches Wachstum führen kann.

Nehmen wir ein einfaches Rechenbeispiel.

1980 lag die Inflationsrate in den USA bei 14 Prozent.

Bliebe dieser Wert konstant, würden sich die Preise alle 5,3 Jahre verdoppeln.

Gleiches gälte für eine Wachtumsrate der Wirtschaft von 14 Prozent.

Nach 5,3 Jahren hätte eine Volkswirtschaft den Wert der Produktion von Waren und Dienstleistungen verdoppelt.

Nach 10 Verdopplungszyklen - also nach 53 Jahren - einem Zeitpunkt, den die Jüngeren unter uns noch erleben werden, müsste 1024 mal so viel produziert werden.

Eine skurrile Vorstellung.

Dennoch kennt der Wachstumsfetischismus auch heute noch keine Grenzen.

Es werden weiter Waren produziert, die niemand wirklich braucht.

Jedes Jahr kommt eine neue Handygeneration auf den Markt.

Jedes Jahr werden noch mehr natürliche Ressourcen verbraucht und die Umwelt geschädigt.

Windige Ökonomen, Politiker und Jorrnalisten versuchen uns die Sinnhaftigkeit dieses Treibens schmackhaft zu machen und garnieren den Unfug mit Vokabeln wie Nachhaltigkeit, um ihm den Anstrich von Seriösität zu verleihen.

Dabei ist es doch nur der alte Tanz ums Goldene Kalb, der immer wilder getanzt wird und immer groteskere Züge annimmt.

Vermittels der Werbung wird den Menschen ein nicht vorhandener Nutzen suggeriert und der steigende Energiebedarf wird weiter mit Kernenergie, Kohle oder Oel gedeckt.

Rhesusaffen haben offensichtlich einen unschätzbarer Vorteil gegenüber Börsenanalysten, Ökonomen und der Regierung; sie können leichte mathematische Aufgaben lösen.

Denken über den Tellerrand

Ob es tatsächlich so ist, dass unser Denken und Handeln von der ökonomischen Logik auf Dauer dominiert wird, einer kurzfristigen Logik des schnellen Geldes, der Profitmaximierung um jeden Preis und sei es um den Preis unserer Existenz, muss sich noch herausstellen.

Zu viele haben sich lange Zeit dieser Logik gedankenlos unterworfen.

Und doch.

Einige zarte Pflänzchen des Umdenkens, eines Denkens über den Tellerrand  kurzfristiger Kapitalverwertungsstrategien hinaus, entwickeln sich stetig.

Die Zustimmung oder auch nur die Hinnahme zu einer ressourcenvernichtenden und lebensfeindlichen Energiepolitik nimmt ab.

Die Menschen organisieren sich und protestieren gegen die Folgen der Globalisierung, gegen Hunger und Armut.

Jetzt gilt es, diese Prozesse zu fördern, den politischen Druck zu eröhen. In einer gemeinsamen parteiübergreifenden Anstrengung.

 

 

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