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Der 1 Mai, da wird sich viel ändern

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Es ist doch eine Ironie. Am ersten Mai haben wir den Feiertag „Tag der Arbeit“.

Am diesen Tag starten Demonstrationen für bessere Arbeitsverhältnisse und angemessene Löhne.

Am 01.05.11 passiert aber auch was besonderen, denn wir öffnen unseren Arbeitsmarkt für Polen, Tschechen und Ungarn.

Von der Leyen sieht es als eine Chance den Fachkräftemangel, den wir in Deutschland haben zu mindestens ein zu dämmen.

Eine große Gefahr für hiesigen niedrigen Lohnarbeiter sieht sie nicht.

Dummerweise haben viele Menschen aber vor dieser Arbeitsmarktöffnung Angst.

Diese Angst wird aber Komplett ignoriert.

Wie es mittlerweile in der Politik üblich ist, wird die Bevölkerung nicht gehört und vor allem auch nicht verstanden.

Warum haben wir ein Fachkräftemangel, die Frage wird oft gestellt, aber nie wirklich und richtig beantwortet.

Die Unternehmen nennen immer wieder einen bestimmten Grund, dass Bildungssystem ist schuld, es bildet die jungen Menschen nur unzureichend aus usw.

Dieser Grund mag ja im Ansatz richtig sein.

Allerdings fordern die Unternehmen von ihren zukünftigen Azubis auch immer mehr und mit anderen Ansprüchen, als es vor ca. 15 Jahren der Fall war. Unser Bildungssystem hat die Veränderungen schlichtweg verschlafen.

Jetzt versuchen die Politiker dieses Manko zu beseitigen und kommen uns mit zahlreichen neuen Ideen, wie das Bildungssystem verbessert und der neuen Situation angepasst werden kann.

Leider bisher ohne Erfolg.

Es ist komisch, wenn hier Deutschland über das Bildungssystem gesprochen, dann liegt der Fokus immer auf die Jugendlichen und zukünftigen Arbeitnehmern was ja auch richtig und wichtig ist.

Allerdings kommt die Erwachsenenbildung total unter die Räder, dieses Thema ist nicht existiert überhaupt nicht.

Ich möchte persönlich nicht wissen wie viele Menschen im niedrigen Lohnsektor festhängen, weil sie mehr oder weniger gezwungen waren von den Jobcentern, einen Arbeitsplatz an nehmen mussten, für den sie schlichtweg überqualifiziert sind.

Ist man einmal in diesen niedrigem Lohnsektor ist ein Entkommen sehr schwierig, zu einem liegt es daran, dass wir in Deutschland, die Arbeitssuchenden in Weiterbildungsmaßnahmen stecken, mit denen sie nichts anfangen können und sie auch nicht weiter qualifiziert in ihren erlernten Beruf.

Zum anderen liegt es daran, dass die Jobcenter so sehr unter Druck stehen den Arbeitssuchenden so schnell zu vermitteln, dass der Eindruck entstehen könnte, dass es hier nur noch um die Statistik geht.

Denn umso niedriger und besser die Statistik, desto mehr kann sich die Regierung auf die Schultern klopfen, die Mittel dazu sind egal es zählt nur das Ergebnis.

Es ist doch egal, ob die neuen geschlossenen Arbeitsverträge, meist Zeitverträge sind, oder die meisten Arbeitsstellen von Zeitarbeitsfirmen zur Verfügung gestellt werden.

Hauptsache die Arbeitslosenquote ist niedrig! Es auch egal ob der Arbeitnehmer von seinen Gehalt überhaupt leben kann und trotzt Vollzeitarbeit, trotzdem Harz IV beantragen muss.

Nebenbei pumpt der Staat den privaten Arbeitsvermittlern sehr viel Geld in den Rachen für eine Arbeit die eigentlich die Arbeitsagentur und die Jobcenter machen müssten.

Es wurde mittlerweile im Sozialbereich so viel gespart, vor allem bei Harz IV Empfänger (z.B. Elterngeld).

Nur bei den privaten Arbeitsvermittlern nicht.

Es werden immer Arbeitsvermittlern die alle was von den Kuchen ab haben möchten und was macht der Staat, einfach nichts, lässt sich wie eine Weihnachtsganz aus nehmen.

Deutschland verschenkt seit Jahren potential, indem wie schon gesagt, die Arbeitslosen in Jobs steckt für die sie überqualifiziert sind.

Anstatt die Arbeitssuchende so weit zu qualifizieren, dass sie auch für die Unternehmen interessanter werden.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Deutschland nur noch aus gering qualifizierten Arbeitnehmern besteht.

Den Fachkräftemangel haben wir seit Jahren gefördert und ausgebaut. Das Deutschland auf lange Sicht gesehen sich damit selbst schadet haben die wenigstens verstanden und die es verstanden haben, werden ignoriert und nicht für voll genommen.

Nun haben wir die Öffnung des Arbeitsmarktes und Frau von der Leyen versucht der Bevölkerung weis zu machen, dass es für uns keine Konsequenzen hat.

Ich mache daraus kein Geheimnis ich halte nicht viel von Frau von der Leyen, für mich ist die Dame eine total Ausfall, denn für mich macht sie noch zu sehr Familienpolitik und sie kümmert sich um Themen, wo mit sie im Grunde nichts zu tun.

Sie kann ja nicht mal ihr eigenes Bildungspaket so um setzen wie sie es eigentlich geplant war.

In Deutschland wird nach dem 1 Mai 11 der Bär toben und viele haben zu Recht Angst um ihren Arbeitsplatz.

Gehen wir 21 Jahre zurück, kurz nach der deutschen Einheit.

Was haben wir gemacht, wir haben das Lohnniveau in Ost Deutschland soweit nach unten gedrückt, dass viele Ostdeutsche in den Westen gegangen sind um ein bessere Gehalt zu bekommen, weil wir es bisher noch nicht geschafft haben, dass z.B. eine Krankenschwester die in den neuen Bundesländern arbeitet, den gleichen Lohn bekommt, wie die Krankenschwester die in Westdeutschland arbeitet, obwohl beide die gleiche Arbeit machen.

In der Sicherheitsbranche ist das genauso, da arbeiten Sicherheitsdienstleute im Osten für einen Stundenlohn zwischen 2,50 € und 4,50 €.

In Hamburg arbeitet ein Wachmann dafür 7,00€.

Viele Ostdeutsche Arbeitnehmern arbeiten in Westdeutschland und wohnen in den neuen Bundesländern und pendeln in ihren freien Tag hin und her.

Genau solche Situation werden wir nun wieder bekommen, nur mit einen Unterschied, dass viele Osteuropäer über die Grenze kommen werden um in der BRD zu arbeiten und trotzdem noch in Ihren Heimatland weiter wohnen werden.

Viele deutsche Arbeitgeber, die nicht in einem Arbeitgeberverband angeschlossen und somit nicht Tariflich gebunden sind, werden viele neue Einstellungen vornehmen, sie werden Menschen einstellen die aus den Osteuropäischen Ländern kommen, sie mit einen Hungerlohn einstellen und dann versuchen ihre Dienstleistung unter Preis anbieten, dies hat dann wiederum zu Folge, dass Arbeitgeber die nach Tarif bezahlen ins hinter treffen geraten, weil sie mit den Preisen nicht mit gehen können, was dann wiederum zur Folge hat, dass wir dann eventuell wieder mehr Arbeitslose haben werden.

Die Arbeitslosen werden dann mit den Menschen konkurrieren müssen, die Ihre Arbeitsleistung unter Wert verkaufen.

Das Bedeutet wir schicken, dann noch mehr Menschen in die Armut und fördern somit Verhältnisse wie sie schon in den USA vorhanden sind, nämlich, dass Menschen mit zweien und drei Jobs sich versuchen über Wasser zu halten.

Die Nachfrage auf den Binnenmarkt wird zurück gehen, im Gegenzug steigen die Lebenserhaltungskosten und die Menschen haben noch weniger Geld zu Verfügung.

Deutschland wird noch mehr auf den Export angewiesen sein und sollte dieser dann zusammen brechen, stehen uns sehr schwere Zeiten entgegen.

Ein Mittel um dieser Situation entgegen zu treten, wäre der gesetzliche Mindestlohn, der wird aber von der jetzigen Bundesregierung abgelehnt.

Es wurden nur vereinzelt Mindestlöhne für bestimmte Branchen vereinbart.

Den bisherigen Bundesregierungen haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken.

Die Bevölkerung wird die Zeche zahlen, während sich die Politiker, dass Ganze als nicht schlimm betrachten und ihre ständigen Parolen raushauen wir bräuchten keine Angst zu haben.

Frau von der Leyen braucht sich auch keine Sorgen zu machen, denn sie sitzt ja in trockenen Tüchern.

Hier sieht man aber wieder, wie entfernt die Politiker von der Realität entfernt sind, aber ich vergaß ja, es ist wichtiger zu überlegen wie ich von den Menschen noch mehr Geld bekomme für EU-Rettungsschirme, der Bankenhilfe usw.

Tja Politik ist so einfach, wenn man sich nicht um die Belange kümmert, der der Bevölkerung wirklich helfen könnte…………………..

 

 

 

 

 

 

 

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