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Entwicklung in den ärmeren Ländern durch NGO’s fördern

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Staatliche Entwicklungspolitik, heue Entwicklungszusammenarbeit genannt, führte dazu, dass Staatsmänner sich bereichert, ihr Geld auf Auslandskonten gesendet haben und die Gesellschaft immer mehr in die soziale Krise schlitterte.

In den 60er Jahren, gleich nach der Unabhängigkeit, führten die Kredite zu einer hohen Verschuldung aus der die Staaten nicht mehr herauskamen.

Vor über 40 Jahren hatten die Geberländer sich vorgenommen 0,7 % des BNP für die Entwicklungshilfe zu geben.

Dies haben viele Länder nicht eingehalten.

Abgesehen davon stimmt diese Prozentzahl mit dem wirklichen Bedarf und den Möglichkeiten der Hilfe nicht überein.

Schließlich wurden viele Großprojekte finanziert und Straßen gebaut, Maschinen aufgestellt, die hinter nicht von den Empfängern gewartet werden konnten.

IWF und Weltbank haben sich 2005 auf einen Schuldenerlass von 56 Millarden Dollar für die ärmsten Länder geeinigt.

Daran waren 184 Mitgliedsstaaten beteiligt.

Wie viel Geld und Vermögen einige Staatschefs und ihr Gefolge im Ausland haben, erfährt man, wenn einem Staatschef als Diktator die Zusammenarbeit gekündigt wird und ihre Konten eingefroren wurden.

Bei alledem fragt man sich, warum beispielsweise China sich entwickeln konnte und die afrikanischen Staaten nicht.

Eine große Rolle spielen die Kriege, durch die viel Geld zur Entwicklung vieler Länder verloren gegangen ist.

Zur Lösung der zusätzlich entstanden Probleme wie Zerstörungen, physische und psychische Krankheiten fehlen den ärmeren Ländern die Mittel.

Hinzu kommen Witwen, Waisen, Aidskranke, Vergewaltigungsopfer etc., die kaum Hilfe bekommen.

Nicht nur während der Kriege und Bürgerkriege haben Pflanzen und Tierwelt gelitten.

Vor Hunger haben die Menschen Tiere bis fast zum Aussterben der Art gejagt (z.B. im Kongo) und internationale Großkonzerne sorgen weiterhin dafür, dass Urwälder immer kleiner werden.

Hierbei sind nicht nur Brasilien und Afrika beispielsweise betroffen, sondern auch die „Zivilgesellschaft“ Kanada.

Umwelt- und Tierschützer verschaffen sich mittlerweile in den Medien Gehör und berichten über Gegenaktionen und gelungene Neuanfänge und neu errichtete Umweltparks.

Um solche Aktionen zu unterstützen muss die Bevölkerung über ein Umweltbewusstsein und ausreichende Schulbildung verfügen.

Aber hier tun die Industrieländer viel zu wenig.

So werden in machen ärmeren Ländern Schulen mit Hilfe von Freiwilligendiensten und Dorfbewohnern errichtet.

Hilfe zur Selbsthilfe lautet auch einer der Gegenslogans der Nichtregierungsorganisationen (engl.NGO).

NGO’s gibt es in den Industrieländern, sowie in den ärmeren Ländern.

Das sind u.a. Vereine, Initiativen, kirchliche und andere karitative Gruppen und Institutionen in den Industrienationen, die ihre Partner NGO’s in den ärmeren Ländern unterstützen.

In Deutschland haben sich ungefähr 100 Gruppierungen der Entwicklungszusammenarbeit im Dachverband VENRO organisiert.

Deren Arbeit sollte durch Mittel der Entwicklungszusammenarbeit massiv unterstützt werden, weil hier ein gesicherter kommunikativer Kontakt zwischen Menschen gefördert wird, die auch langfristig gegenseitige Verantwortung für Selbsthilfeprojekte übernehmen können.

So hat zum Beispiel eine Initiative im Darfur-Gebiet mit Spendengeldern Hilfsgüter auf den eigenen oder Nachbarmärkten eingekauft.

Sie bekamen in Relation zum Geldeinsatz mehr Waren als beispielsweise das Rote Kreuz, das teure Güter aus Europa hat einfliegen lassen.

Die eigenen Märkte der ärmeren Länder zu nutzen, bedeutet auch das einheimische Handwerk und die einheimische Industrie zu unterstützen.

Viele Initiativen, unter ihnen auch in Europa lebende MigrantInnen, sammeln auch alte Maschinen, Werkzeuge um diese an eine NGO nach Afrika zu schicken und dort z.B. ein Handwerkszentrum zu errichten.

Diese Menschen und Gruppen haben es viel zu schwer an finanzielle Hilfsmittel für die Überfahrt zu kommen.

Die staatliche Entwicklungszusammenarbeit könnte da auch helfen.

Mikrokredite, ökonomische und politische Entwicklung

Mikrokredite können helfen die Kleinbauern, Handwerker etc. zu unterstützen.

Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass nicht Projekte unterstützt werden, die bei der nächsten Überschwemmung z.B. verschwinden und so die armen Leute in eine Schuldenfalle treiben.

Dies soll im Musterland der Kleinkredite, Bangladesch, öfter geschehen sein.

Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel.

So sollen auch in anderen Ländern schon Bauern, Schneider, Modeschöpfer und andere Handwerker unterstützt worden sein durch Kleinkredite.

Ist einmal der innere Markt hergestellt und es kann für den Export produziert werden, so ist auch das System des fairen Handels zu unterstützen.

Der Käufer von Kaffee, Bananen etc. erhält durch einen kleinen Aufpreis für den Hersteller in den ärmeren Ländern auch meist eine biologisch einwandfreie Ware.

Die ärmeren Länder verfügen über viele Menschen, die eine unvollkommene Ausbildung haben, um ihre eigenes Metier weiterzuentwickeln.

Diesen Menschen könnte man in Industrie, Handwerk und auf dem Lande Praktikumsplätze in den Industrieländern anbieten, sie weiter ausbilden und ihnen entsprechende Werkzeuge, Maschinen und andere Artikel zur Erweiterung der Produktivität schicken.

Hierzu gab es schon zaghafte Versuche.

Umgekehrt gibt es RentnerInnen, die nach einer neuen Herausforderung suchen und die technische Ratschläge geben, sowie Ärzte die im Urlaub im Entwicklungsland Hilfe leisten.

Man könnte auch Stadtangestellte der ärmeren Länder einladen und ein Praktika in einer modernen Stadt machen lassen und ihnen anschließend die Maschinen und das Material für Mülltrennung, Wasser Ver- und Entsorgung etc. bereitstellen.

Dann wüssten sie auch etwas damit anzufangen, wenn es vielleicht sogar zum regelmäßigen Austausch und zur Städtepartnerschaft kommt.

Vielleicht kann man so auch Umweltsünder in beiden oder mehreren Ländern dingfest machen, die alte PC’s, Plastik etc. in die Entwicklungsländer entsorgen.

Durch die Unterstützung der NGO – Arbeit in den Entwicklungsländern wird auch eine moderne basisdemokratische politische Struktur unterstützt, die mit traditionellen dörflichen Demokratieformen und demokratischen Parteien das Zeitalter der Diktaturen und Ausbeutung der Gesellschaft beenden kann.

Nur so kann auch das Selbstwertgefühl der ärmeren Länder gestärkt und verhindert werden, dass die Menschen sich nicht als Bettler bei den Industrieländern fühlen, sondern auch mittels ihrer eigenen Ressourcen auf die Beine kommen.

Solidarität mit den Entwicklungsländern heißt also:

Hilfe zur Selbsthilfe

 

 

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