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Grundfalsch: Arbeiten bis 67

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Es ist falsch, grundfalsch, bis 67 Jahren arbeiten zu müssen, immer noch falsch und das aus verschiedenen Gründen Der 9. März 2007, an dem die Arbeitszeit auf 67 Jahre hinaufgesetzt wurde, war ein schwarzer Rag für Deutschland .

Die Rente mit 67 ist eine der strittigsten sozialpolitischen Reformen.

An kaum einer anderen entzündet sich eine derart intensive wie einhellige Ablehnung.

Im November 2010 stand erstmals die vom Gesetzgeber vorgesehene Überprüfung der Anhebung des Renteneintrittsalters an.

In allen zur Überprüfung anstehenden Punkten stellte sich heraus, dass die Voraussetzungen für längeres Arbeiten nicht vorliegen.

Die von der Bundesregierung veröffentlichen Erfolge in der Arbeitsmarktpolitik sind samt und sonders nichtig und unwahr.

So sind nur 15 % der 60 – 65jährigen sozialversicherungspflichtig in Vollzeit beschäftigt, mit steigendem Alter nimmt die Quote weiter ab und fällt auf rund 6 % bei den 64jährigen.

Weiterhin stieg in den vergangenen 3 Jahren die Zahl der Arbeitslosen von 60 – 64 Jahren von 34 500 auf 145 000.

Damit ist die Behauptung der Bundesregierung, die Erhöhung der Erwerbstätigen Quote der über 55 jährigen sei schon 2007 erreicht worden, eine glatte Lüge.

Bereits heute sinken durch die diversen Reformen die Zugangsrenten für langjährig Versicherte.

Wer 45 Jahre gearbeitet hat bei einem Lohn von € 9,45, erreicht knapp die Höhe der Grundsicherung.

Dies ist schon Altersarmut pur nach einem langen Arbeitsleben, weitere Abstriche für die, die aus welchen Gründen auch immer, die Altersgrenze von 67 Jahren nicht erreichen, verschärfen das Problem Altersarmut.

Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass Männer ab dem 65. Lebensjahr noch weitere 6.2 Jahre und Frauen 6,6 Jahre ohne dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen leben.

Das bedeutet: dass mit der Erhöhung der Regelaltersgrenze um 2 Jahre den Menschen ein Drittel ihrer gesunden Jahre im Ruhestand gestohlen werden.

Dies kann nicht sein! Jetzt gilt es, gegen Arbeit bis 67 anzukämpfen, und an der Seite der Gewerkschaften Druck auf die politisch Verantwortlichen, auch und insbesondere in der SPD auszuüben.

Aachen, den 5.4..2010. Hildgarde Lisse

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 06. April 2011 um 13:46 Uhr  

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