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Auch ich werde älter

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Zwar bin ich noch nicht so alt wie Franz Eberhard August Krüger, den Hardy Krüger aus dem Wedding, aber wir trafen uns einmal und er hatte einiges zu berichten. Es ging um das Auftreten von Neonazis und da bekannte er Farbe, dazwischen gehen, meinte er vor laufender Kamera und das gegründete er.

Die Nazis klauten ihm seine Jugend und er mußte an den Scheiß glauben, er war der Adolf Hitler Schüler und wußte nichts von der Welt und von den Menschen außerhalb dieser braunen Ideologie, er wollte das Kriegsende nicht abwarten und erlebte einen Frieden der ihm die Augen öffnete.

Heute sollte man den Neonazis die Augen öffnen.

Der Hardy Krüger aus dem Wedding wird mittlerweile 85 Jahre alt, immer noch und nicht nur diesbezüglich ein Vorbild.

Ein Vorbild ganz anderer Art traf ich vor einigen Jahren auf der großen Friedensdemo auf dem Alexanderplatz, einen der immer Flagge zeigt, nämlich den Schauspieler Wolfgang Völz, dann schritten wir die Linden hinunter, hinter Wolfgang Thierse und Klaus Staeck zu uns fand Burkhard Hirsch, wir durchquerten das Brandenburger Tor und ungefähr vor dem Großen Stern im Tiergarten endete der Zug, man stand noch etwas zusammen und tauschte Erinnerungen aus.

Ein erblindeter Mitbürger erschien und schritt auf Klaus Staeck zu, " sie Herr Staeck müssen auf das Podium und reden gegen diesen politischen Unsinn, sie dürfen nicht hier unten bleiben."

Klaus Staeck sah mich an und sagte, nun erkennen mich sogar schon Blinde.

An Klaus Staeck erinnere ich mich gerne, er war zu Gast im Deutschen Theater, zum Zwiegespräch mit Gregor Gysi, Klaus Staeck der Junge aus Bitterfeld, der die Bombennächte im Keller verbrachte, der in der DDR seine Kindheit erlete, der Bitterfeld liebt und nach Düsseldorf wechselte, der zum Prof. in Heidelberg wurde.

Manchmal sind es durchaus Kleinigkeiten an denen man sich erinnert, wer kennt von Euch noch Gero von Puttkammer, der Mann der das Sozialdemokrat Magazin entwarf und wer kennt noch die Zeitschrift "Dafür", jene der ESPEDE.

Jetzt sind wir wieder vereint und demonstrieren westlich des Brandenburger Tores, vielleicht wie in alten Westberliner Tagen, als wir vor dem Reichstag des Samstagsnachmittag Fußballspielten und zu den Klängen des RIAS mit Horst Jankowski auf der Reichstagstreppe in die Ferien fuhren.

Aber hier fanden auch Demos statt, einmal zum 1. Mai als der Himmel blau war und es war warm, der Atomunfall in Tschernobly war erst ein paar Tage zuvor passiert, es war eine seltsame und relativ ruhige Stimmung, wir wurden nachdenklich und wir diskutierten.

Etliche Jahre danach sollten wir umdenken, eine Parole des Kanzleramtes, brauchen wir nicht, denn damals dachten wir schon nach.

Am 25. März versammelten sich etliche auf dem Potsdamer Platz unter diesen etlichen waren viele von damals dabei und auch viele Jüngere und das ist gut so.

Schön war es in einer großen Familie zu laufen, zudem neben Marco Bülow gehen zu können, die Fahne die ich trug lieber Marco habe ich dem Günther nach München geschickt, vielleicht bekommt sie dort einen Ehrenplatz.

Wir machen weiter und wir kommen wieder, denn wir haben ein Gewissen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 06. April 2011 um 03:36 Uhr  

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