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Die deutsche Außenpolitik

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Die deutsche Außenpolitik – Was wurde aus den C-Waffen in Libyen ?

 

In der Kohl-Genscher Ära ist Libyen mittels deutscher Hilfe zur C-Waffenproduktion gekommen.

Die Amerikaner haben damals unter Ronald Reagan Ärger gemacht.

Reagan hatte Gaddafis Wohnsitz bombardieren lassen Im Spiegel 8/1989 findet sich u.a. hierzu folgende Bemerkung:

Jetzt heißt es in Schäubles Pannen-Report bündig:

"Nach gegenwärtiger Beurteilung der Bundesregierung ist die Anlage in Rabita zur Herstellung von C-Waffen nicht nur geeignet, sondern von vornherein bestimmt gewesen."

„Nur einer bezweifelte dies am Freitag im Bundestag: der Grünen-Abgeordnete Alfred Mechtersheimer, Ex-Oberstleutnant der Bundeswehr“.(1989)

Er hatte die Anlage besichtigt.

Wieweit andere Staaten an Libyen C-Waffen lieferten ist nur zu vermuten.

Dabei hatte Gaddafi 2004 an die 3000 leere Trägerwaffen vernichten lassen und im vergangenen Jahr seien 54 % des Bestandes an Senfgas vernichtet worden.

Ende Februar wurde von der UN-Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) noch behauptet, dass sich Gaddafi an die Zusage hält, die Restbestände von Senfgas zu vernichten.

Nicht viel später heuert Gaddafi Söldnertruppen an, um seine aufständischen Landsleute auf dem Lande und durch Bombardements zu töten.

Die Engländer, die Gaddafi geglaubt hatten, misstrauten wohl wenig später Gaddafis Informationen über sein wahres Waffenarsenal und schlossen sich folglich gleich Sarkozy’s militärischer Intervention’s Politik an.

Nicht so die deutsche Außenpolitik, die das deutsche Herkunftspotential seit längerem kannte.

In Libyen hat man schon die Befürchtungen gehabt, dass Gaddafi mögliche restliche C-Waffen gegen seine eigenen Leute einsetzen könnte.

( Al-Dschasira).

Nun gibt es erste Meldungen über einen C-Waffendeal.

Laut der englischsprachigen Internetzeitung Debka sollen Hamas und Hisbollah im Besitz von Senf- und Nervengas sein.

Iranische Agenten der Nationalgarden sollen in den frühen Tagen der libyschen Revolution die Verhandlungen über den Verkauf von eroberten C-Waffen mit den Aufständischen, der Hamas und Hisbollah verhandelt haben.

Sie sollen 2000 Senfgas-Geschosse und 1200 Nervengas-Geschosse gekauft und im Sudan zwischengelagert haben.

Sie sollen also noch nicht in Gaza und im Libanon angekommen sein.

Möglich ist alles.

Hierzu soll es aber verständlicherweise auch keine offiziellen Erklärungen geben.

Die Informationen basieren angeblich auf Geheimdienstinformationen.

Wie dem auch sei, Gaddafi wird diese Waffen gehabt haben und wenn die Rebellen an sie rankommen und zur Zeit keine Ölgeschäfte machen, könnten sie die C-Waffen in Geld umsetzen, was sie dringend benötigen.

Nicht auszudenken, wenn solche C- Waffen an die Hamas und Hisbollah geraten sollten.

Das könnte einen Flächenbrand im Orient entfachen.

Auch im Irak gab es bekanntlich C-Waffen.

Saddam Hussein hat diese Waffen gegen die Kurden der Stadt Halabdschah am 16. und 17. März am Ende des ersten Golfkriegs eingesetzt.

Es starben sofort 5000 Menschen durch das Gas einen qualvollen Tod , meist Frauen, Kinder und Alte.

An die 10.000 Menschen starben oder litten später an den Folgen durch Nervenlähmungen, Tumorbildungen, Hautkrankheiten, Lungenschädigungen und Fehlgeburten.

Sollten die C-Waffen von Gaddafi in Libyen oder im Orient zum Einsatz kommen, so ist nicht auszudenken was daraus entstehen könnte.

Sollten die Gaswaffen gegen Israel und die Juden eingesetzt werden, so wäre Deutschland wieder einmal indirekt an einem jüdischen Gastod schuldig und der Krieg, der damit verbunden wäre, könnte noch schlimmer als der Irakkrieg werden.

Unsere Regierung hat sich an einer militärischen Intervention für das libysche Volk nicht beteiligt, es hat dagegen gestimmt.

Doch was haben Guido und Angela unternommen.

Sie müssen über die vorhandenen C-Waffen von Schäuble u.a..in ihren Parteien gewusst haben oder sie hätten sich erkundigen können, um die Weltöffentlichkeit erneut zu alarmieren.

Sie haben Gaddafi und der UN-Behörde vertraut, obwohl die Gefährlichkeit von Gaddafi und seine frühen Verbindungen zu Terroristen und ihren Netzwerken bekannt waren.

Sie haben stattdessen alle Skrupel über Bord geworfen und ihre Schiffe abgezogen und es vorgezogen in Afghanistan den Militäreinsatz aufstocken.

Wie wollen sie glaubwürdig eine Friedenspolitik und Zivilgesellschaft in der islamischen Welt und anderswo vertreten, wenn sie den möglichen Untergang in ein kriegerisches Chaos mit deutschen Waffen nicht einmal auf diplomatischen u.a. Kanälen mit verhindern wollten ?

 

 

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