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Reichtumsuhr

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Hier die Linkverweise zur Reichtumsuhr:

http://www.mein-herz-schlaegt-links.de/index.php?option=com_

content&view=article&id=2291:die-schuldenuhr-tickt&catid=1:aktuelle-nachrichten&Itemid=50

Gerd Flegelskamp hat dazu folgendes angemerkt:

“So neu ist das nicht, abgesehen von dem Gag der „Reichtumsuhr“.

Das DIW verabschiedet in gewissen Abständen einen Bericht, in welchem die Vermögensverteilung aufgelistet wird.

Vor den Wahlen 2009 habe ich das in einem Beitrag auch mal graphisch in Verbindung mit der Verschuldung Deutschlands dargestellt. http://www.flegel-g.de/wahljahr-2009.html

Auf Bpb http://www.bpb.de/wissen/U4CJQA,0,0,Verm%F6gensverteilung.html ist die Vermögensverteilung plus statistischer Angaben zu finden, was aus meiner Sicht ein bezeichnendes Bild auf den Wert statistischer Angaben wirft, wenn z. B. das Gesamtvermögen einfach durch die Zahl der Bürger geteilt als Pro Kopf-Vermögen ausgewiesen wird.

Aber hier handelt es sich um Privatvermögen.

Was man wirklich brauchen würde, ist eine Aufstellung, welche Vermögenswerte der Staat noch hat, als Gegengewicht zu seinen Schulden.

Darauf aufbauend könnte man (vielleicht) einmal eine Rechnung aufmachen, welche Vermögenswerte der Staat durch Privatisierung und andere Geldvernichtungsmaßnahmen (z. B. CBL) vergeudet hat und immer noch vergeudet.

Nehmen wir als Beispiel jetzt die Volksumfrage in Hessen, die „Schuldenbremse“ in die hessische Verfassung aufzunehmen.

Offenbar hat eine große Zahl der Bevölkerung dafür gestimmt, weil sie nicht weiß, auf welch hinterhältige Methode sie damit betrogen wurde.

Dieter Krogmann hat dazu ja einen Bericht geschrieben, der sich mit dem Kapitalismus und dem Zwang zur Verschuldung auseinandersetzt.

Aber offenbar ist auch ihm entgangen, dass längst eine andere, inoffizielle Verschuldung stattfindet, die nicht von der verfassungsgemäßen Schuldenbremse erfasst wird.

Das ist die Verschuldung durch die Hintertür über PPP (Public Private Partnership) oder auf gut Deutsch ÖPP (Öffentlich Private Partnerschaft). Gerade in Hessen wird davon reger Gebrauch gemacht.

Doch wie ist es um die Vermögensverteilung wirklich bestellt und wie zuverlässig sind die Aussagen des DIW wirklich?

Präsident des DIW ist Klaus F. Zimmermann, der gleichzeitig Direktor des IZA-Instituts ist, das von Zumwinkel (verurteilter Steuerhinterzieher) ins Leben gerufen wurde, der immer noch Präsident des IZA ist und das zu den neoliberalsten Sozialdarwinisten überhaupt gehört.

Im wissenschaftlichen Beirat des DIW finden wir einen alten Bekannte als Vorsitzenden, den guten alten Ex- Wirtschaftsweisen Rürup, der für die Rentner so „viel Gutes“ getan hat.

Doch selbst, wenn der Bericht korrekt ist, zeigt er nicht die wahren Vermögenswerte der Reichen in Deutschland, sondern immer nur den sichtbaren Teil, nicht aber die geschickt verschleierten Vermögenswerte, über die kaum einer der wirklich vermögenden Leute Auskunft gibt.

Ich verfolge seit geraumer Zeit die Listen über die Vermögen (Forbes und manager magazin) und stelle immer wieder erstaunt fest, dass sich die Supervermögen in Deutschland nicht mehr zu vermehren scheinen.

Ob die wohl zu dumm sind, ihre Vermögen gewinnbringend anzulegen?

Aber die gerade abgelaufenen Wahlen zeigen einmal mehr, dass die Deutschen es gar nicht anders wollen.

Sie wollen betrogen und belogen werden, wie anders wären Gewinne der CDU in Rheinland Pfalz oder die immer noch hohen Prozentzahlen der CDU in Baden Württemberg zu erklären?”

Auch die NachDenkSeiten haben dazu eine mehr als volksverdummende Antwort vom Steuerzahlerbund veröffentlicht:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=8872#h20

Das Allerletzte: Antwort vom Bund der Steuerzahler

Unsere Leserin U.B. schlug dem Bund der Steuerzahler vor, neben der Schulden- doch auch die Reichtumsuhr aufzustellen.

Die Antwort der Lobbyorganisation kam prompt und ist so skurril, dass wir sie unseren Lesern nicht vorenthalten wollen:

Das von Ihnen aufgeworfene Problem dürfte weltanschaulicher Natur sein, so dass wir hier ggf. nicht zu einem Konsens kommen (müssen). Deshalb nur so viel:

Ich gehe davon aus, dass Sie andeuten wollen, es gäbe ausreichendes Privatvermögen, um die Staatsschulden zu tilgen.

Natürlich wäre dies theoretisch und einmalig möglich.

Die Frage ist nur, ob das langfristig der Gesellschaft nutzt. Denn solch ein konfiskatorischer Staatseingriff würde die Leistungsbereitschaft der Bevölkerung massiv senken.

Am Ende wären dann alle arm oder gar bankrott, wie die vielen planwirtschaftlichen Experimente gezeigt haben.

Doch man muss gar nicht den Extremfall einer Kommandowirtschaft bemühen.

OECD-Studien für marktwirtschaftliche Industriestaaten zeigen, dass eine niedrige Staatsverschuldung cet. par. für ein größeres Wirtschaftswachstum sorgt.

Zudem sind Versuche, Haushaltslöcher über höhere Einnahmen zu schließen, à priori und empirisch betrachtet erfolglos.

Es liegt in der Natur des politischen Prozesses, dass neue Staatsausgaben schneller erfunden als über höhere Einnahmen erarbeitet werden können…

Anmerkung Jens Berger:

Der Bund der Steuerzahler scheint noch nicht einmal zu begreifen, bei wem der Staat eigentlich verschuldet ist.

Der Staat verschuldet sich ja nicht im luftleeren Raum – die Schulden des öffentlichen Sektors tauchen auf der anderen Seite als Forderungen des privaten Sektors wieder auf.

Selbstverständlich könnte man diese Forderungen mit Sonderabgaben, die man dem privaten Sektor entnimmt, bedienen, ohne dass „am Ende dann alle arm oder gar bankrott“ wären.

Doch bereits diese skurrile Extrembeispiel zeigt, dass man beim Bund der Steuerzahler nicht einmal die Grundproblematik der Gegenüberstellung von privaten Vermögen und staatlichen Schulden verstehen will.

Dies Alles passt jedoch nahtlos in die Geschichte der neoliberalen Lobbyorganisation, die sich Bund der Steuerzahler nennt und letztlich doch nur die Interessen der Vermögenden vertritt.

Inspiriert durch die NachDenkSeiten hat auch Arne Babenhauserheide eine sehr übersichtliche Schulden- und Vermögensuhr ins Netz gestellt.

http://draketo.de/proj/schuldenuhr-vermoegensuhr/

 

 

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