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Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

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Sozialdemokraten sind Menschen wie du und ich

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Denn Sozialdemokraten sind sozial aus Überzeugung, stehen gesellschaftlich links und das mitten im Leben, Sozialdemokratie bedeutet aktives Leben.

Die aktive Teilnahme bedeutet mehr als sich zu positionieren, Genosse zu sein mehr als Schaumschläger und die Verbundenheit zur Basis ist eine ehrliche Überzeugung.

Man sollte sich nur trauen sich zu bekennen, man wird nicht zum Sozialdemokraten mit einem Parteieintritt und auch nicht besser in Amt und Funktion, sondern man muß den Inhalt der linken Familie kennen und schätzen.

Der Inhalt ist weder Habgier noch materielle Macht, sondern basiert auf Tugenden der Verbundenheit, der Solidarität und der Gleichheit, basiert auf Wissensvermittlung und schließt demokratische Forderungen. Ein

Sozialdemokraten mit Format besitzen ihre eigene Kultur, die Kultur der Schaffenden, der Arbeiter und der Lohnabhängigen, sie entziehen sich nicht des Lernens, denn sie sind wissenshungrig und möchten belesen sein.

Sozialdemokrat zu werden ist ein Prozeß, die Sozialdemokraten zu wählen ist eine Entscheidung, meistens eine gute. Sozialdemokraten sind nämlich Menschen wie du und ich, mit allen Stärken und Schwächen, deshalb wirken sie auch ehrlicher und mitunter überzeugender, denn sie stehen wie viele andere auch im Leben und erlebten einiges. Sozialdemokraten haben etwas erlebt und dafür wird man sich nicht schämen, sondern es war stets ein mitunter menschlicher Pluspunkt, der einen nachträglich auszeichnet.

In die Sozialdemokratie findet man nicht mit einem Schuhanzieher, sondern auch ich mußte fast drei Versuche starten, Versuche der Herausforderung, denn man muß sich und andere herausfordern.

Ein Mitgliederpartei muß der Herausforderung begegnen, das bedeutet ein reges Mitmachen, mitmachen als Mitglied.

Nun in meinem Fall wäre das einfacher gewesen, denn ich stamme aus einer linken und christlichen Familie, die unter den Nazis litt und ich kannte noch meinen Patenonkel der in Spanien bei der POUM war, trotzdem gönnte ich mir eine eigene Meinung.

In unserer Familie sah man damals die deutsche Wiederbewaffnungsdebatte mit Spannung und Abneigung, mein Vater kontaktiere einige die in die DFU gingen.

Aber Sozialdemokraten gehören zur großen linken Familie und innerhalb dieser Familie galt das Wort der Verbundenheit, mich nervte als junger Mensch die Verlogenheit der Gesellschaft in der jungen Bundesrepublik, wo man alte Nazis schützte mittels des 131er Gesetzes und linke junge Autoren niederschrie.

Ich fand also nicht den Weg durch die Partei sondern durch die Jugendorganisation der Kirche, nicht des Glaubens wegen sondern der Gesellschaft wegen.

Den Weg in die Gesellschaft finden und sich platzieren funktioniert nur mittels einer aktiven Teilnahme, manches was ich tat ließ sich nicht 1:1 mit der Sozialdemokratie verbinden und auch das hat seine Vorteile.

Ein Vorteil ist man erzielt die unabhägige Kritik, man besetzt einen mitunter anderen Blickwinkel.

Politisch ist das alles, denn wer die Gesellschaft vor der Politik schützen möchte, ist ein Antidemokrat.

Demokraten besetzen Fraktionen, das ist eine politische Notwendigkeit um Interessen zu bündeln, manche meiner Kritiker meinen in mir den 68 er zu sehen.

Das bin ich nicht und warum manche diese Brille aufhaben weiß ich nicht, um das zu widerlegen brauch man nur rechnen.

Damals war ich 20 Jahre alt und noch entfernt von einer Hochschule, denn zuvor gab es das Praktikum, da war ich jener im Blaumann der auf Heiligabend mit seinem Henkelmann um 15 Uhr in der Straßenbahn nach Hause fuhr.

Natürlich gibt es Erlebnisse, im Studium sowie im Leben, natürlich fragt man sich nach dem Sinn des Studiums und formiert sich, wer kennt noch die Republikanischen Clubs, wer kennt die Uni Erlangen zu jener Zeit und wer wardabei, als ein junger Professor namens Elmar Altvater seine ersten Vorlesungen in Marxismus hielt?

Das machte einen neugierig und man war es, im Jahre 1971 in Nürnberg, der erste Kontakt zu Klaus Staeck, das zum Dürerjahr, die Plakate mit Dürers Mutter.

Man war dabei und magisch angezogen, man machte Wahlkampf für Willy und zog mit im Stross der ESPEDE und über uns krähte der rote Hahn von Günther Grass.

Ich besaß einen Lloyd Alexander TS mit 24 Ps und fuhr quer durch die Republik,das Geld wurde knapp und ich bereuhe nichts,denn ich traf Freunde fürs Leben, in Kaiserslautern den Weltmeister von 54, der für Willy in den Wahlkampf ging, ich traf mein viel zu früh verstorbenen Freund Eckkehardt, der ein überzeugter Juso war, ich hörte Heinrich Böll zu und las Kästner.

Ich schlief wenn ich müde war, klebte die Plakate mit dem roten Hahn, erlete einen ganz anderen Günther Grass und traf Rut Brandt.

Eine fantastische Frau, eine aus der linken Familie.

Danach kommt man zwangsläufig in all dem hinein, wo man eigentlich garnicht hin will,ich wurde nicht der Ortsvereinsheini, der Beisitzer für besondere Aufgaben, vielleicht fragte ich auch zuviel nach der Grundhaltung.

Doch man klopfte mir ab und an auf die Schulter, man kam mit Menschen zusammen, mal im Büro eines MdBs, mal am OVG und irgendwann saß ich im Aufsichtsrat.

Die Grundhaltung blieb, ich war in der linken Familie, nun wird man älter und dasganz von allein, ich staunte als man mich bei der Taz Altgenosse nannte, ist das nun eine Auszeichnung oder eine Abstufung?

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 23. März 2011 um 07:13 Uhr  

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