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Start Innenpolitik Kauft keine israelischen Waren, kauft nicht von Juden – Die geschichtliche Fremdenfeindlichkeit

Kauft keine israelischen Waren, kauft nicht von Juden – Die geschichtliche Fremdenfeindlichkeit

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So lautet eine weltweite Boykottkampagne, der sich nicht nur die schwedische Kirche, sondern auch die Linke angeschlossen hat.

Am 11. 3.2011 stand schließlich eine kleine Gruppe von Aktivisten vor einem Bremer Rewemarkt.

Der Angriff auf jüdische Geschäfte, ihre Besitzer, Ärzte etc. hat in Deutschland lange Tradition

Anders als ihre Vorgänger vom 1.4.1933 hatten die Bremer 2011 keine Naziuniformen an und demolierten nicht die Geschäftsauslagen und töten auch keine umherstehenden Juden.

Getreu der Nachfolge der großdeutschen Politik des 3. Reiches wird gegen die jüdischen Waren demonstriert, um Israel im Orient zu bedrängen oder zu vernichten wie es Hamas, der Iran u.a. dauernd verkünden.

Nun hat Israel nach dem Überfall sämtlicher arabischer Staaten 1967 im 6 Tage Krieg Teile Palästinas besetzt.

Nach fortlaufenden Raketenangriffen ist es noch nicht zu einem Friedensvertrag gekommen, den Deutschland übrigens auch nicht hat.

Nun sitzen die Juden quasi durch die Aggression des Gegners eigentlich ungeplant auf dem Land ihrer Urväter und wollen dieses nicht so einfach wieder herausrücken, sondern eventuell mit den Arabern teilen.

Einige Araber sind so zurückgedrängt worden wie die Native Americans in den USA. Aber keiner boykottiert aus Solidarität amerikanische Waren. Trotz aller Kritik am US-Imperialismus verzichtet kein Linker auf seinen Apple oder sein Microsoftprogramm, auf Facebook etc..

Wie irrational und rassistisch diese Boykottkampagne ist, sieht man schon daran, dass der Realhandel anders verläuft, dass Israel beispielsweise neulich Äpfel an Syrien verkauft hat und Waren in den Gazastreifen liefert, abgesehen vom Handel mit der Türkei.

Letztere erhielten vor einigen Wochen noch Waffenmaterial aus Israel.

Sieht man sich mal in türkischen u.a. Supermärkten um, so hält sich die Anzahl der Käufer ohne Migrationshintergrund auch in Grenzen, obwohl viele Deutsche im Urlaub orientalisch essen oder besser essen müssen.

Dabei können beim Handel und Essen, also im Umgang und Genuss fremder Waren Vorurteile abgebaut werden.

Mit einem Boykott von israelischen Waren dagegen weckt man die antisemitischen Geister der deutschen Vergangenheit und verwischt die Spuren von Auschwitz, man verweigert sich mit der Geschichte Deutschlands, des Judentums und den Entstehungsbedingungen des Staates Israel als einzigen Zufluchtsort, zu beschäftigen.

Die meisten Länder hatten nur wenige Juden auf der Flucht aufgenommen oder die Einreise verweigert.

So nahmen sich viele wie Walter Benjamin in Portbou das Leben.

Kauft keine israelischen oder jüdischen Waren ist geradezu eine absurde Forderung.

Jahrhundertelang haben nicht nur die Deutschen vom Fernhandel der Juden und Araber profitiert.

Ohne jüdische und andere orientalische geistige Produktionen (Waren) gäbe es viele philosophische, technische, medizinische Erkenntnisse nicht.

Die deutsche und internationale Industrie ist auch mit Hilfe von Juden entstanden.

Das Eigentum wurde ihnen im 3. Reich genommen und durch Sklavenarbeit von „reinen“ Deutschen fortgeführt.

Viele dieser „Judenenteigner“ sind noch heute große Industrielle.

Aber keiner ruft zum Boykott dieser Waren auf.

Die Boykotteure von Israel steigen vielmehr in ihren BMW ein, in dem die gewaschenen Gelder der internationalen Sklavenarbeiter, Juden etc. stecken.

 

 

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