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Kernschmelze Merkel

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Atomkraft kann gefählich sein.

Natürlich!

Aber doch immer mit der Ruhe.

Atomwolken sieht doch keiner; aber Kopftücher und Türkenschnauzer, Jogginghosen und fettige Haare:

Die sieht man!

Man sollte Panik nur dann aufkommen lassen, wenn man es mit den Augen sehen kann.

Wir brauchen keine Hysterie bezüglich deutscher Atomkraft - wir brauchen sie gegenüber Moslems, die uns in Ihrem Knoblauchduft oder Arbeitslose, die uns in ihrem Mundgeruch ertränken.

Auch das sind Gerüche, auch das sind Wolken.

Panik aufgrund von Wolken gerne:

Aber die richtigen Wolken sollten es schon sein!

Man darf nicht auf Grund einer falschen Wolke panisch werden.

Als Merkel und Westerwelle über die sofortige, dreimonatige Aussetzung der Laufzeitverlängerung sprachen und es so aufplusterten als wäre damit alles Nötige getan, konnte ich mal wieder nicht glauben, mit welch einer Dreistigkeit, man uns dieses MORATORIUM als eine geeignete Reaktion auf die Geschehnisse in Japan verkaufen will.

Und nach drei Monaten ist alles vergessen!

Unfassbar.

In einer Regierungserklärung hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel die vorläufige Abschaltung der ältesten Atommeiler verteidigt.

Jürgen Trittin von den Grünen applaudiert mit bösem Beifall der Kanzlerin während ihrer Regierungserklärung vom, 17. März 2011.

Es ist Trittins Art damit umzugehen, was Merkel am Rednerpult verkaufen will.

Einen Sinneswandel auf Grund einer neuen Sicherheitslage.

Darauf kann man nur mit Spott und Unverständnis reagieren.

Denn in Deutschland gibt es keine neue Sicherheitslage. Um davon abzulenken, hat Angela Merkel sich etwas ganz besonderes überlegt.

Sie gibt sich als christlich demokratische Umwelt Aktivistin aus und erklärt, daß sie in drei Tagen mehr bewirkt hat, als Rot/Grün in ihrer gesamten Regierungszeit.

Alte Atomkraftwerke vom Netz, zumindest vorübergehend.

Nicht Fackeln, handeln.

Das Parlament ist dabei nur hinderlich, denn Merkel will das im Alleingang machen.

Begründung Fehlanzeige, braucht sie doch auch nicht, sie ist ja Bundeskanzlerin und damit befugt auf eine Rechtsgrundlage zurückzugreifen.

Für alle Dummerchen die noch zweifeln, hat Angela Merkel aus dem Bundestagsgesetz vorgelesen, vom sogenannten " Vorliegen eines Gefahrenverdachts "!

Fragt sich nur welchen Verdacht sie hegt?

Eine Erdbebenkatastrophe im Mappus Ländle ( Baden-Württemberg ) oder ein Tsunami in Schleswig-Holstein?

Angela Merkel steckt in Erklärungsnot, denn sie fand in ihrer Rede nur Ausflüchte und hat deutlich durchblicken lassen, dass sie nach " politischer Wetterlage " regiert.

Denn ans " Abschalten auf Dauer " denkt Angela Merkel noch lange nicht.

Deshalb weist sie auch alle Vorschläge der Opposition zurück.

Parteiübergreifende Politik im Sinne der Sache - aber nicht mit der Bundeskanzlerin Merkel.

Keine Frage, soviel Aktionismus muß schon sein!

In den nächsten Wochen werden drei Landtage neu gewählt, da merkt selbst Angela Merkel dass man nicht jedes Problem aussitzen kann.

Das verkündete Moratorium für die im Herbst letzten Jahres verabschiedete Laufzeitverlängerung ist daher als Nebelkerzen zu werten, die der Kernkraftlobby den GAU rot-grüner Landesregierungen erspart.

Die Süd-West-SPD hat bereits angekündigt, dass sie im Falle einer rot-grünen landesregierung die Abschaltung der veralteten Kraftwerke Neckarwestheim I und Philippsburg I einleiten wolle - das will der Betreiber EnBW nicht, das wollen Union und FDP nicht.

Die Rolle des brutalstmöglichen Aufklärers haben auch die baden-württembergische "SPÄTZLE CONNECTION" Mappus und Gönner eingenommen.

Stefan Mappus forderte unlängst noch eine Laufzeitverlängerung um 15 Jahre, Tanja Gönner muss sich bald vor Gericht verantworten, das sie nach Ansicht von Greenpeace systematisch sichrheitsrelevante Akten über das Kraftwerk Philippsburg zurückhielt.

Denn im süddeutschen  Kernkraftwerk Philippsburg ist es in den Jahren 2009 und 2010 offenbar zu mehreren meldepflichtigen Ereignissen gekommen, die von den Verantwortlichen als nicht relevant eingestuft wurden.

Sicherheit hat eben doch nicht Vorrang!

Kernkraftwerk Philippsburg



Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 22. März 2011 um 05:36 Uhr  

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