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Eigentlich unvorstellbar

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Die Macht um das Atom erreichte in den Jahren 1941 und 1942 ihren planerischen Höchstpunkt, in Nazideutschland ging es um das schwere Wasser was der Urananerreicherung fehlte.

Uran fand man bei Aue, erkannte weder die Gefahr beim Tagebau noch bei der Schlackeablagerung, es entstand neben der Wismut der leuchtende Berg.

Es waren die Forscher im Nazireich, die Weizäcker, die Oppenheimer und Fuchs, angereichert mit Wissen vertrauten sie sich zwangslaüfig den späteren Siegermächten an, der Wettlauf um die Atombombe begann.

Die erste Atombombe lief nicht auf Deutschland sondern auf Japan im Aug. des Jahres1945, interessant denn zur gleichen Zeit fand in Potsdam die Konferenz der Siegermächte statt, hier ging es um das Nachkriegsdeutschland.

Einen Schlüssel dazu besaß das Japanische Kaiserreich, denn es führte noch Krieg mit den USA, zwar signalisierte Japan Bereitschaft zur Verhandlung, dennoch fürchteten die USA evtl. den Kriegseintritt der UdSSR.

Dessen Stillhaltepakt zu Japan lief aus, in den USA wuchs der Unmut über diesen verlustreichen Krieg in Fernost, das Ding mit der Bombe zu dem Zeitpunkt als man in Potsdam Stärke beweisen wollte, kam zeitlich nicht so ungelegen.

Man wußte allerdings nichts über die Spätfolgen dieser Vernichtsungswaffe, was man kannte war die augenblickliche Zerstörungskraft, allein dies überzeugte die Militärs um eigene Soldaten nicht weiterhin in die Schlacht zu führen.

Militärisch gesehen schonte man eigende Kräfte indem man zur Atombome griff, im Falle Japan direkt 2 x.

Eine schockierende Wirkung, man hatte eine Landschaft ins Mittelalter zurückgeombt, das Leben ausgelöscht und den Krieg in Fernost als Sieger beendet.

Der Wettstreit der Sieger begann und sie machten alle dabei mit, nur Japan lag in Trümmern.

Was bedeutet atomar verstrahlt zu sein , was bedeutet dort ein Überleben, man zählte Opfer und opferte die Spätfolgen zu benennen, es begann eine Phase der gegenseitigen Abschreckung sich breit zu machen.

In dieser Nachkriegsphase sah man die Technik als einen Helfer der Menschen an und man kopierte gerne den jeweiligen Sieger, anderweitig Denkende wurden als Querköpfe abgestempelt, als Hasser der Technik und Fortschrittsbremser.

Das Ziel beschrieb man als friedliche Nutzung des Atoms, machte sich keinerlei Gedanken über die Urangewinnung, der Atomanlagen und des Atomabfalls.

Bereits im Jahre 1956 kam es zur ersten Atomdebatte, in Deutschland bekleidete ein Bayer namens Franz Josef Strauß das Ministerium für Atom, ehrlich gesagt weniger für sondern ein anderer Name für das noch unbekannte Forschungsministerium.

Zur gleichen Zeit begann man in Japan mit der Planung des ersten AKWs, eigentlich unvorstellbar, was hatte der Sog der Technik beeinflußt, das Erinnern, das Trauern oder war man gewohnt zu vertrauen?

Eigentlich ist es unvorstellbar, doch ein Land wie Japan war so technikbegeistert und voller Vertrauen, daß man die aufkommende Kritik im Keim erstickte.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 20. März 2011 um 05:20 Uhr  

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