Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Gedanken Eine Zeitreise

Eine Zeitreise

E-Mail Drucken PDF

Der 2. Weltkrieg hatte Trümmer und Schutt hinterlassen, Städte, die nie wieder so aussehen wie früher.

Und dann die unzähligen Menschenopfer, auf dem Felde oder durch Bombenangriffe gestorben und in Arbeits- und Konzentrationslagern umgebracht.

Die Zerstörungskraft des Krieges hämmerte sich sinnlich praktisch in das Gedächtnis der Vor- und Nachkriegsgeneration ein.

Hitlers Wunderwaffe hatte keine Wende im Krieg gebracht.

Jedoch in Japan war dem Krieg mit einer nie da gewesenen Waffe ein Ende gesetzt worden:

Der Atombombe.

Japan hatte wie das Deutsche Reich riesige Teile seiner umliegenden Welt besetzt, Menschen getötet und mit einigen biologische Experimente gemacht.

Die Bilder von Hiroshima und Nagasaki erzeugten ein Grauen.

Albert Einstein und die Entwickler der Atomtheorie hatten zu Anfang kaum mit solchen Folgen gerechnet.

Die Bombe war wie eine Droge für viele Staatschefs der Erde.

Möglichst viele wollten, wenn sie schon nicht die Bombe haben konnten, so doch vom sogenannten friedlichen Nutzen der Atomenergie profitieren- am großen Spiel mit der Lichtgeschwindigkeit und der Kraft die in der Atomenergie lag teilnehmen.

Faszinierend hatten wir als Kinder gehört, dass wenn man sich mit mehrfacher Lichtgeschwindigkeit fortbewegt, sich sozusagen in die Vergangenheit begeben könnte.

Wir konnten uns das nur vorstellen, dabei Akteure in einem Film über die Römerzeit beispielsweise zu sein.

Aber die Gefahren, die mit dieser Theorie verbunden waren wirkten allmählich stärker.

Robert Jungk hatte in seinen Schriften darauf aufmerksam gemacht und als ich 1994 bei Native Americans (Western Shoshone) in Nevada war, berichteten diese über die Folgen der erst überirdischen und dann unterirdischen Atomversuche.

Die Blutkrebsrate war relativ hoch und Missbildungen bei den Tieren nicht selten.

Seit der Zeit kann man auch in Las Vegas im Armeearchiv Einblick in die Messdaten nehmen.

In der algerischen Wüste hatte die französische Armee 1960/61 Atomtests gemacht bei denen 30.000 Menschen körperlich geschädigt wurden. 2009 wurde ihnen eine Entschädigung zugesprochen.

Dies nur als Beispiele, Atomtest fanden bekanntlich an vielen Gebieten der Erde, meist Atollen, Inseln oder wenig bewohnten Gegenden in der UdSSR statt.

1979 ereignete sich schließlich der Unfall im Kernkraftwerk Harrisburg/USA bei der es zu einer teilweisen Kernschmelze kam und radioaktives Gas austrat.

Die Bevölkerung leidet noch heute medizinisch, wenn sie nicht gestorben ist, an den Folgen dieses Unfalls.

1986 geschah dann der Super-Gau in Tschernobyl.

Kernschmelze und eine Explosion im Reaktor machten nicht nur einen Landstrich für Jahrtausende unbewohnbar, sondern kosteten und kosten immer noch vielen Menschen das Leben.

Tier und Pflanzenwelt sind für Jahrtausende verkrüppelt und verseucht.

2011: Erdbeben und Tsunami haben vor wenigen Tagen in Fukushima/Japan so schwer zerstört, dass bereits Strahlung ausgetreten sein soll und die Lage zunehmend außer Kontrolle gerät.

Menschen sind schon evakuiert und einige verseucht.

In der Nähe von Japans Hauptstadt Tokio wurden zwei- bis vier mal so hohe Strahlenwerte wie normal gemessen.

Wie lange noch will die Menschheit mit solch gefährlichen Technologien umgehen.

Muss erst der Planet unbewohnbar gemacht werden, so dass sich die letzten auf eine „Arche Noah“ retten um vergeblich nach einem neuen Stück Land zu suchen.

 

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 533
Beiträge : 5831
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 16439565