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Die Ehre des Karl-Theodor zu Guttenberg

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Was K-T zG tat und tut ist einzigartig in unserer Republik:

Niemals zuvor hat ein Politiker die Deutschen derart hinters Licht geführt!

Für mich ist das nicht nur ein Kavaliersdelikt, vergessene Fußnoten, fehlender Überblick über die Quellen.

 

Nein, es ist wesentlich mehr.

K-T zG trägt politische Verantwortung, wie kein zweiter.

Er war Oberbefehlshaber über die deutschen Streitkräfte im Frieden.

Auch und gerade weil er Auslandseinsätze-wie kein anderer vor ihm- nicht mit Einsatz, sondern mit Krieg bezeichnet muß er ohne jegliche Einschränkung charakterlich stark, in Wort und Tat ehrlich und glaubwürdig sein.

Nach seinen Salamitaktik-Eingeständnissen zur "Doktoraffäre" ist er das in keinesfalls.

Nicht nur die Deutschen, nein, auch die Bündnispartner müssen sich darauf verlassen können, daß eine deutsche Beteiligung an den Einsätzen nicht leichtfertig ala Copy & Paste befohlen werden, daß die politische Führung nicht den Überblick verliert!

Dies ist aber nur eine Seite der Medaille.

Die andere Seite betrifft die Stärke, Ausrüstung, Gliederung und die Einsätzgrundsätze der Bundeswehr - die größte Reform der Armee überhaupt.

Auch hier muß ich feststellen -und ich war über 33 Jahre Berufsoffizier, zuletzt stellvertretender Kommandeur eines Führungsunterstützungsbataillons (früher Fermeldebataillon), das seit Anbeginn in allen Auslandeinsätzen die IT-Verbindung ins Heimatland sicherzustellen hatte-daß es auch bei dieser Reform an "Überblick" fehlt.

Die Grundlagen für Truppenstärke wurde und wird nicht an einem Sicherheitskonzept für Deutschland hergeleitet.

Die Stärke der Bundeswehr ist eine "Über den Daumen-Nummer" ohne Grundlage an "Wer muß was wofür können", welche Aufgaben soll die Bundeswehr der Zukunft übernehmen und ausführen können, welche Sicherheitsbedürfnisse hat die Bundesrepublik für sich alleine genommen oder im System Europa, NATO und der Welt.

Wo muß die Freiheit des Deutschen Volkes verteidigt werden?

Zugegeben, das ist nicht Fehler des Ministers K-T zG alleine :

Es ist Aufgabe der Politik im Bund, allen voran der Kanzlerin, hier Klarheit zu schaffen und die Sicherheitsbedürfnisse zu definieren und festzuschreiben.

Auch wenn das Grundgesetz ausdrücklich festlegt, daß sich der Umfang und die Ausrüstung der Bundeswehr aus dem Haushalt ergibt, kann und darf nicht sein, daß die Finanzvorgabe des Bundesfinanzministers Grundlage für Gliederung, Organisation und Stärke der Bundeswehr sind.

Er hat mit seiner Haushaltsplanung und-Umsetzung dafür zu sorgen, daß der politische Wille, Sicherheit für die Bundesrepublik Deutschland und ihre Bürgerinnen und Bürger fiskalisch realisiert wird.

Die Politik ist der Primat in Sachen Landesverteidigung und deswegen hat die Politik zweifellos mehr zu leisten, als eine Reform nach der anderen ohne sicherheitspolitisches Konzept zu beschließen.

Die Soldaten haben es verdient, daß sie sich auf die Politik verlassen können, bevor und wenn sie ihren Kopf hinhalten.

In der Heimat oder am Hindukusch.

Ein Minister, der schon mal den Überblick verliert und dessen ganze Kraft und Energie darauf ausgerichtet ist, sein eigenes Ansehen glänzend poliert im öffentlichen Licht strahlen zu lassen, ist für die Soldaten wie auch die zivilen Bürgerinnen und Bürger unserer Republik ganz einfach absolut zu wenig.

Aus diesem Grunde war es an der Zeit, daß K-T zG seinen Hut nimmt.

Es ist eine bodenlose Frechheit, im Bundestag davon zu sprechen, daß das bisher gezeigte Verhalten beispielgebend sei.

Genau so unverschämt, wie Bosbachs Aussagen, daß die Fraktion der CDU/CSU wegen seiner Lebensleistung zu K-T zG steht und ihn im Amte hält.

Auf dem Konto Lebensleistung des K-T zG überwiegen die Mißetaten bei weitem die Positiva, sofern man solche dort überhaupt findet (wahrscheinlich überwiegend Luftnummer !).

K-T zG hat sich das Vertrauen in ihn nicht nur verspielt-sofern er es jemals überhaupt besessen hat-, er hat sich unser Mißtrauen redlich erarbeitet.

Für mich absolut unverständlich, wie irgendjemand zu anderer Erkenntnis kommen kann!

Als redlicher Mensch, als konsequenter Minister hätte er sich selber suspendiert oder von seiner Chefin suspendieren lassen.

Um sich selber zu schützen, solange seine Affären nicht aufgeklärt und aufgearbeitet sind.

Oder-noch konsequenter- in den Ruhestand versetzt (versetzen lassen).

Und allen, die an eine Kampagne gegen den guten K-T zG glauben oder ihr das Wort reden, sei gesagt :

Es ist überhaupt nicht nötig, die Jagd auf K-T zG zu eröffnen oder zu betreiben.

Er selbst hat diese Lawine ins Rollen gebracht.

Genau an dem Tag, als er sich auf seine Fahne geschrieben hat, es gibt keinen schöneren, clevereren, bürgernäheren, glänzenderen und geliebteren Menschen als den Freiherrn zu Guttenberg.

Daß K-T zG jetzt glanzlos und nicht Lichtgestalt der deutschen Politk ist, das hat nur einen einzigen Autor -und dieses mal sogar ohne Copy & Paste-und das ist kein geringerer als der Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg selbst.

"Wer hoch steigt, fällt tief", so heißt es in einem guten alten Sprichwort.

Und warum sollten wir Deutschen diesen selbsternannten obersten Sprossensteher jetzt auf halber Höhe sanft auffangen?

Er würde dafür nichts anderes tun, als sich ganz schnell wieder als denjenigen auszurufen, der ganz oben auf der letzten Leitersprosse steht.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 23. Oktober 2012 um 16:38 Uhr  

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