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Marx brutal für Unbelehrbare

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Wir

 

 

 

sollten den Kommunismus nicht verteufeln, gleichwohl nichts beschönigen.

Aus der Kritik am kapitalistischen System segelt keinesfalls ein kommunistischer Gegenentwurf hervor.

The Winner ist nicht Karl Marx.

Aber er ist auch nicht der Verlierer!

Wenn die Linke sich erst vom Stalinismus distanzieren muss, obwohl eine solche Distanzierung bereits bei Chrustschow die bolschewistische Diktatur um keinen Deut menschlicher gemacht hat, dann brauchen wir die Linke im Moment gerade nicht.

Auch die umstrittene Rede von Gesine Lötzsch war eindeutig zu historisch, man könnte sagen, gehemmt von der Last der Geschichte.

Auch das brauchen wir im Moment gerade nicht.

Wir brauchen eine anständige Kapitalismuskritik die bereit ist, realistische Konsequenzen zu ziehen.

Aber genau die bekommen wir nicht, weder von den Linken noch von der SPD und von den Grünen erst recht nicht.

Warum?

Das Kapitalistische System bietet zur Zeit alle offenen Flanken, um es mit voller Wucht anzugreifen.

Aber zu wenige nutzen diese Chance, weil der Kapitalismus inzwischen als normaler oder gar natürlicher Zustand der Welt begriffen wird.

Wenn in unserem Land die einen fleißig arbeiten und trotzdem an der Armutsgrenze vegetieren, während den anderen die Taschen platzen, bis sie nicht mehr anders können, als ihr Geld an immer neuen Roulette-Tischen zu platzieren, damit das Finanzsystem labilisieren und den Werktätigen die Unternehmen zerstören, ist etwas gewaltig faul.

Dies als normalen und natürlichen Zustand zu betrachten, setzt eine mittelgradige Intelligenzminderung voraus.

Trotzdem kommt kein etablierter bürgerlicher Politiker auf die Idee, Rezepte gegen die Pervertierung dieses Systems zu fordern.

Zu groß ist die Angst kommunistischer Umtriebe gezeiht und von den Brotkörben vertrieben zu werden.

Was ist eigentlich so schlimm daran, sich vorzustellen, dass die Unternehmen auch den Werktätigen gehören?

Warum kann man nicht denken, dass die Profite Lohn der Arbeit sind und nicht ein pseudobiologischer Wachstumsprozess des Kapitals?

Warum denken wir  uns immer noch wachsende Geldbäume aus, um zu rechtfertigen, dass die Vermehrung von Kapital der wundersamen Fähigkeit der Kapitalisten zu verdanken ist und nicht der Arbeit der Menschen.

Warum wird Arbeit in unserer neoliberalen Zeit so hemmungslos entwertet?

Karl Marx ist nicht der Winner, aber er wusste wenigstens warum das so ist.

Er hat es auch aufgeschrieben und jeder, der lesen kann, kann es zur Kenntnis nehmen.

Kapital und Arbeit sind Antagonisten, die möglichst nicht aus dem Gleichgewicht geraten sollten, aber angesichts der herrschenden Verhältnisse genau das tun.

Marx hat gut beschrieben, wie es zur Konzentration des Kapitals kommt und schließlich zu einem Zusammenbruch dieses Antaonismus, hervorgerufen durch eine ungehemmte Dominanz des Kapitals.

Genau an diesem Punkt stehen wir.

Die Menschen spüren das, aber benennen es nicht.

Karl Marx ist nicht mehr stubenrein und man ergeht sich lieber in den absurdesten Sozialdarwinismen, um dieses Unrechtssystem zu rechtfertigen, statt einen der größten deutschen Philosophen zu Wort kommen zu lassen.

Eine erkleckliche Anzahl von SPD-Leuten, darunter Sarrazin verbreiten die krudesten Evolutionstherorien um den kalten, diskriminierenden Zynismus wirtschaftlicher Macht zu rechtfertigen.

Olaf Henkel versteigt sich zu der Behauptung, dass der Mensch nur von Gier bestimmt wird und all der schöne EROS von Sigmund Freud ist als Triebfeder menschlicher Kultur schlagartig vergessen.

Money makes the world go around.

Was hilft da, dass wir Deutschen Marx und ein bisschen auch Freud hervorgebracht haben.

Was hilft uns unser Kant mit seinem kategorischen Imperativ, wenn keiner mehr das Hirn hat, offensichtliche Fehlentwicklungen klar zu benennen?

Sollte es jetzt irgendein deutscher Dummkopf wagen, zu behaupten, dass all das obsolet sei, weil ja der Kommunismus viel schlimmer war, dann möchte er sich bitte persönlich bei mir melden.

Ich haue ihm dann nämlich physikalisch in die Fresse!

Nicht weil er etwas Falsches gesagt hat, sondern weil er das Richtige nicht denken will!

Wer nämlich mit dem Fuß an der Schwelle des Abgrunds steht und behauptet, dass er so wie bisher weitergehen muss, weil der andere Weg ja noch schlimmer war, der ist ein Lemming, ein massenpsychologisch irritiertes Mäuschen, das lieber Suizid begeht, als nachzudenken!

Es ist ein völlig klarer Fall, dass uns die zunehmende Macht des Kapitals zuerst den Wohlstand, dann die Demokratie und schließlich die Nationen zerhauen wird.

Wenn es supranationale Konzerne gibt, die ohne jede demokratische Legitimation das machen können, was ihnen beliebt, ohne die angemessen zu beteiligen und zu fragen, die den Mehrwert erarbeiten, die Völker gegeneinander ausspielen und Währungen in den Abgrund stürzen können, dann ist das nichts weniger als eine soziale Katastrophe.

Die Klimaerwärmung ist ein Klacks dagegen.

Wir stehen an dem Punkt festzustellen, dass wir innerhalb des derzeitigen Wirtschaftssystems keinerlei Macht haben, das Kapital zu bändigen!

An einer grundsätzlichen Veränderung des Wirtschaftssystems führt kein Weg vorbei.

Das ist, um mit Angela Merkel zu sprechen, alternativlos.

Die zivilisierten Länder müssen ihre Konzerne an die Kandarre nehmen und ihnen klar machen, dass auch in einem Konzern, der in einer demokratischen Gesellschaft existiert, eine demokratische Ordnung erforderlich ist, aus der man sich nicht herausdrücken sollte.

Hier ein bisschen demokratische Schokolade, dort Kakao für die Schokolade, geerntet von afrikanischen Kindersklaven und das alles in einem Konzern?

Das ist nichts anderes als ein Schneeballsystem mit Finanzzertifikaten, also faulen Krediten, die zuletzt an die Schwellenländer verhökert werden sollten, damit dort die Währung crasht und nicht bei uns in Amerika und Europa.

Globales Agieren bedeutet globale Verantwortung, die aber das Kapital nicht übernimmt.

Wir müssen also das Kapital zwingen sich in demokratischer Manier zu verhalten.

Das geht nur mit offenen Karten und Aufzeigen klarer Alternativen.

Als führende Wirtschaftsnation müssen wir also auch bereit sein, mit Verstaatlichung zu drohen, wenn wir durch das Kapital und die Konzerne durch Entstaatlichung bedroht werden.

Es ist Schluss mit lustig, die Welt ist kein Spielball.

Wer mit dieser Einsicht nicht vorangeht und die Märkte sich selbst überlässt, der wird in letzter Konsequenz doch noch Karl Marx zum Gott erheben.

Denn der hat gesagt, dass die Konzentration des Kapitals und die gleichzeitige Verelendung der Massen solange fortschreitet, bis der Kapitalismus sich gleichsam selbst erledigt hat.

Kein Wort von Revolution, sondern pure göttliche Prophetie!

Soll Marx etwa Recht behalten?!

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 17. Januar 2011 um 15:27 Uhr  

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