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Die Krise im Jahr 2011!

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Wutbürger,

 

 

 

das Wort des Jahres 2010 könnte genauso gut als Unwort des Jahres 2010 durchgehen.

Es ist eigentlich der Versuch einer Diskreditierung berechtigter Empörung der Bürger durch die etablierte Politik.

Diese politische Klasse, angeführt von Angela Merkel hat die heftigen Bürgerproteste im Herbst 2010 als äußerst unbehagliche Störung ihres alternativlosen Regierungsstils erlebt und kurzerhand behauptet, die Deutschen seien inzwischen gegen alles.

Im Windschatten dieses Kanzler-Zynismus ist der Begriff Wutbürger zu zweifelhaften Ehren gekommen.

Ein Hauptproblem des politischen Stillstandes, den wir derzeit auch bei der SPD erleben, ist ein Zusammenrücken der geschmähten Politiker aller zumindest bürgerlicher Parteien,die sich durch die Bürger dieser Republik geschmäht fühlen.

Die Verachtung der Politik wegen ihres selbstherrlichen Polikratismus ist inzwischen zur Verachtung der Bürger durch die Politik geworden.

Man regiert einfach ungeniert.

Dies auch in der SPD, die sich der Regierungspolitik andient, statt dagegen zu opponieren.

Wer sich in Berlin umhört, hört viel Selbstherrliches und zugleich Menschenverachtendes in der Bannmeile der Politik.

Demokratie geht anders, setzt ein anderes Bewusstsein voraus und gestattet keine zynische Weltsicht.

Zumindest dann nicht, wenn sie als Willensbildung eines Volkes und nicht gegen ein Volk verstanden wird.

Dies hat das Volk in den letzten zwei Jahren verstanden.

Die Reaktion hierauf ist der Wutbürger.

Mit Stuttgart21 und Castor hat das gar nicht so viel zu tun!

Schauen wir ein wenig über den Tellerrand.

Eines der europäischen Länder mit eingefleischter kapitalistischer Tradition, England, befindet sich in einem Wutzustand, der durchaus heftig zu nennen ist.

Die Londoner City ist gerade dabei die Regierung zu ihren Gunsten zu drehen, Boni werden wieder salonfähig.

Boni und nicht Reparationen für die im Finanzkrieg geschädigten Steuerbürger.

Das nehmen die Menschen übel.

Mit Nadelstreifen lebt es sich in London zunehmend schlecht.

In einige Viertel sollte man in der Kapitalisten-Uniform nicht gehen, wenn man heil bleiben möchte.

Kürzlich wurden in London sogar die Royals attackiert, von wütenden Studenten, die sich ihre Studiengebühren nicht mehr leisten können.

Schauen wir nach Italien.

Der dortige Anführer der politischen Klasse ist ein Krimineller, der sich über Jahrzehnte erfolgreich in seinem Presidentenpalast gegen die Justiz verschanzen konnte.

Jetzt gibt ihn das italienische Verfassungsgericht zum Abschuss frei.

Sein Immunitätsgesetz ist im wesentlichen gekippt.

Berlusconi also bald dort, wo er hingehört, im Knast.

Die italienische Bevölkerung reagiert überwiegend erleichtert auf diese Wendung.

Auch in Italien hat man die politische Klasse weitgehend gefressen.

Diplomaten laufen in Rom inkognito durch die Gegend.

Die auffälligen Limousinen mit dem Diplomatenkennzeichen werden in Rom und anderswo zielgerichtet behindert.

Der natürliche Feind des Italieners ist der Diplomat.

Portugal, Spanien und Griechenland, aggressive Bürgerproteste seit 1 Jahr, wegen der verfehlten neoliberalen Schuldenpolitik der Regierungen, Schulden, die die Bürger und nicht die Konzerne jetzt begleichen müssen.

Europa befindet sich im Aufruhr gegen den betrügerischen Kapitalismus, der zunehmend mehr Menschen in die Armut stürzt.

Das Prinzip Brot und Spiele ist gescheitert.

Die politische Klasse als schuldig identifiziert.

Die Kumpanei zwischen Wirtschaft und Politik auch dem letzten europäischen Bürger deutlich geworden.

2011 wird ein unruhiges Jahr, ein Jahr des Kampfes gegen die Klasse der Reichen und die, welche ihnen den Weg zur Macht ebenen.

Ein Klassenkampf gegen die herrschende Politik.

Gerade bemühen sich noch die Chinesen und Japaner den angeschlagenen Euro zu stabilisieren und damit den Herrschenden wieder Luft zu verschaffen.

Aber das wird nicht lange halten.

Der nächste globale Krisenherd heißt: Europa!

Gut, dass im Vertrag von Lissabon im Kleingedruckten die Todesstrafe für Aufständische eingeführt wurde.

Bisher hat es kaum einer bemerkt.

Wir steuern auf unruhige Zeiten zu.

Die Menschen wehren sich gegen eine korrumpierte, perfide Politikerkaste und zwar europaweit.

Langsam realisieren sie, dass sie an der Wahlurne nur noch ihre Feinde wählen und der Demokratie das Grab schaufeln können.

Im Jahr 2011 findet deshalb die Demokratie auf der Straße statt!

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 21. Januar 2011 um 15:47 Uhr  

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