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Start Archiv 2011 Der lange Arm der CSU im Berliner Wahlkampf

Der lange Arm der CSU im Berliner Wahlkampf

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Stand vor Jahrzehnten die Landes SPD in Berlin als Betonpartei eindeutig fest, läuft sie nun der verlängerte Arm der CSU diesen Rang ab.

Es geht um die innerstädtischen Autobahnen, die wiederum nach dem vollzogenen Anschluß über das Neuköllner zum Schönefelder Dreieck einen direkten Anschluß an BAB Netz Dresden bzw. Warschau bekommen hat.

Um Maut zu sparen nimmt der Schwerlastverkehr den kürzeren Weg in Richtung Norden über die Stadtautobahn, über den äußeren Ring wären das fast 100 km mehr.

Was zu Folge hat, der Stadtring ist regelmäßig dicht, erkennbar am Britzer Tunnel, am Kreuz Funkturm sowie am Tunnel Flughafen Tegel, d.h. dort wo die Anbindungen vorliegen.

Britz in Richtung Osten, die AVUS in Richtung Westen und Süden sowie Tegel in Richtung Norden.

Den Aberwitz prägt nun Ramsauer, er wird zum Mischer des Hauptstadtbetons, wo man im Abgeordnetemhaus von Berlin mittlerweile bereits vorsichtiger geworden ist und die Planungen zur Verlängerung der A 100 verschieben möchte, droht Ramsauer mit dem Entzug der Bundeszuschüsse.

Die Frage steht im Raum, was bringt die Verlängerung der A 100 bis zur Treptower Brücke?

Eine Verlängerung von Autobahnzubringer die im nirgendwo landen, bringen mehr Staus in den Innenstädten als Ringstraßen, wer in der Hauptstadt mit dem Auto unterwegs ist, der weiß davon ein Lied zu singen.

Der Tempelhofer Damm und die Verlängerung über den Mehringdamm wird zum tag täglichem Antifahrvergnügen, ebenso sieht es auf der oberen Müllerstraße im Wedding aus, ganz zu schweigen von der Grenzallee im Stadtteil Neukölln.

Die Einschleusung in die BAB erfolgt nicht bedarfsgerecht, ging es nun nach Ramsauer müßten nicht nur Laubenpieper hier ihre Lauben räumen, sondern unmittelbar vor dem Treptower Park eine ganze Wohnstraße geschliffen werden, der Zubringer würde unmittelbar vor der Elsenbrücke münden.

Würde er in Richtung Schweineöde das Adlergestell entlasten oder fädelt man sich in Richtung Schöneberger Kreuz ein, die Frage sollte uns Herr Ramsauer beantworten.

Ich glaube nämlich kaum, dass ein Autofahrer aus Müggelheim oder Erkner den Weg über die BAB nehmen wird, andererseits nehmen nur 20 % mehr diese Schleuse, dann könnte der Rückstau bis zum Alexanderplatz reichen.

Was spricht für diese Verlängerung?

Vieles, nur sollte man dann auf der Elsenbrücke auch geradeaus fahren können, dazu benötigt man derzeit Lotzen, sonst erreicht man irgendwann per Zufall die Karl Marx Allee, meistens nur in Richtung stadtauswärts, der stadteinwärts will der hat die Arschkarte.

Was spricht dagegen?

Ebenso vieles, denn man ist in Berlin knapp bei Kasse, wäre es da nicht sinnvoller die Ringstraßen so auszubauen, damit man darauf wieder vorwärts kommt, was ist mit den Ausfallstraßen, z.B. der Heerstraße und der Stölpchenseebrücke, mitten drin 30 km.

Ebenso abenteuerlich ist die Ausfahrt aus dem Tiergartentunnel in Richtung Kreuzberg, 70% aller Autofahrer biegen nach rechts ab, der Rückstau reicht mitunter bis zur Nationalgalerie.

 

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