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Die private Verschuldungsfalle

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Man

 

 

 

begegnet ihr, sie wird zum Tag- und Nachtschatten einer Generation, einer Generation die sich aus den Enkeln jener rekrutiert die mal behaupteten, unsere Kinder sollen es mal besser haben.

Es wurde vieles anderes und kaum etwas besser, vieles wurde praktischer und angenehmer, aber hat das Leben von Heute in einer Arbeitswelt von Morgen noch dasgleiche Fundament?

Sicherlich sehnt sich niemand mehr nach diesen Zeiten zurück, wo man am Heiligabend gegen 16 Uhr mit seinem Henkelmann in der Straßenbahn saß und gen Heimat fuhr.

Trotzdem und das bei aller Bescheidenheit, es gab damals ein Fundament, das Fundament der sozialen Sicherheit, nicht das der privaten überforderten Vorsorge, was nur den Versicherungen dient.

Sondern es galt sich ins System einzubringen, das Ziel galt als Weg, lernen und erlernen war eine Herausforderung, eine die man annahm.

Praktika hieß mit Versicherung und mit Steuerkarte, man hatte eine Verbindung geknüpft und es galt die Treue zu pflegen, man brachte sich ein und eine darausfolgende Nebentätigkeit eröffnete Perspektiven.

Viele gönnten sich Seminare außerhalb und vertraute Gespräch mit dem Professor, das Leben außerhalb der Formalie.

Jeder hatte den gewissen Wunschzettel, oben stand der Erwerb einer Reiseschreibmaschine, die ersten Rapidographen erwerben, das aufklappbare Reißbrett, den Volksbrockhaus und mal irgendwann Urlaub machen.

Semesterferien waren dreigeteilt, Arbeiten des Geldes wegen, Zuhause wieder einmal bei Muttern sein und in den Urlaub fahren mit Freunden.

Man wollte sovieles und man rechnete dagegen, was lohnte sich und was mutete man sich zu, man tat es in Etappen, war vielleicht nur ein paar Tage am Ziel.

Unsere Ziele lauteten Adria, Gardasee und das Tal der Piave.

Man kam zurück und man startete auf das Ziel zu, man brachte sich ein um gefragt zu sein, man gönnte sich eine Meinung, man vertrat seinen Standpunkt und man fand Mitstreiter, man betrachtete Noten als den Beweis seines Könnens, man kannte seine Schwachstellen, vielleicht war man ehrlicher als vergeichbare Heute.

Jedenfalls man wollte sich auch nicht unter Wert verkaufen, bei aller Abschlußarbeiten, man informierte sich nach dem Danach.

Es gab immer ein Danach, vielleicht feierte man nicht soviel, vielleicht war vieles reibungsloser, manches jedoch nachvollziehbarer.

Aus dem Studium heraus mit Schulden das war eine relativ geringe Minderheit die das wagte, der Großteil war mit sich zufrieden und konnte konkret und ohne finanziellen Druck sich ein Danach aussuchen.

Es gab noch Vorstellungskostenübernahmen, hatte man das Interesse geweckt so mußte man die Termine einplanen, es ging nicht nur um das Geld, es ging auch um eine Perspektive.

Planungssicherheit war Grundvoraussetzung, Planungsunsicherheit im Jahre 2010 wird zur Ergänzung der Schuldenfalle.

Der Einsatz erforderte ein anderes Leben, die Arbeitswelt eine Verantwortung, verantwortlich Handelnde blieben im Tarifvertrag.

Ein tarifgebundener Arbeitsvertrag bietet mehr als eine Anbindung, er bietet vertragliche Sicherheit.

Ein schwerwiegender Fehler der Generation Aktentasche Heute den Einstieg ins Berufsleben außerhalb des Tarifvertrages zu wagen.

Nun haben wir schon 3 oder 4 Fehler die einen jungen Menschen schnurstraks in eine Verschuldungsfalle führen können.

Ein weiterer Faktor war die Herangehensweise, man dachte weiterführend , derzeit denkt man Projektbezogen.

In Projekte bringt man sich ein, man verkauft sich für einen bestimmten Zeitraum und fällt dann zurück in die Gruppe " Ferner liefen".

Die Ungewissheit am Arbeitsplatz innerhalb eines Projektes hemmt die weiteren Entscheidungen, man beginnt ein Spiel des Vorsichherschiebens.

Sammelt man dazu Verpflichtungen, sammelt man dazu nur Ausgaben kann es zur Selbstausbeutung führen.

Menschen die etwas vor sich herschieben werden zu einer leichten Beute der Zunkunftsmakler, einer Zunft die keinen sozialen Bezug kennt, die den betroffenden Menschen bewußt in eine Verschuldungsfalle führen kann.

Man nennt das auch den Start ins Leben, mit dem Klotz am Bein, ein Klotz am Bein mit monatlicher Wiederkehr.

Gewollt oder ungewollt, mitunter aber Teilvoraussetzung um weiter leben zu können.

Man sitzt in einer Falle und rechnet, erkennt seine heraufziehende Gefahr der Altersarmut und beschließt sich der Verpflichtung wegen einzuschränken.

Der Ausweg aus der Verschuldungsfalle wird zum Prüfstein der zwischenmenschlichen Bindung, den aus Verzicht kann Verlust werden.

Wie ist man aufgestellt in gewissen Situationen, was kann man noch aus eigener Kraft meistern, die Frage nach dem was könnte passieren, wenn man sozial die Leiter herunterfällt?

Wer gibt dazu Antworten, wer macht sich überhaupt die Mühe hier zuzuhören, wer will das hören?

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 05. November 2010 um 05:45 Uhr  

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