Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten Weniger Regelungswut bei den Kleinen, scharfe Kontrollen bei den Großen!

Weniger Regelungswut bei den Kleinen, scharfe Kontrollen bei den Großen!

E-Mail Drucken PDF

Welcher

 

 

 

kleine oder mittelständische Unternehmer kennt nicht die Sorgen, wenn eine Betriebsprüfung ins Haus steht !

Habe ich alle Formulare immer richtig ausgefüllt?

Ist jede Ausgabe und Einnahme auf dem richtigen Konto gebucht und jeder Steuersatz richtig erfasst worden?

Habe ich bei allen Beschäftigten jede Regelung beim Meldeverfahren beachtet?

Oft sind es die vergessenen Kleinigkeiten, die eine Betriebsprüfung spannend machen und oft steht dann am Ende der Überprüfte im Regen.

Falsches Formular für die Berufsgenossenschaft benutzt!

Ermäßigter Mehrwertsteuersatz falsch ausgewiesen!

Falsches Kreuz auf der Mitarbeiteranmeldung!

Schnell kommen so ein par Tausender zusammen.

Nicht selten bedeutet die Nachzahlung das Ende einer guten Geschäftsidee.

Insolvenz des Unternehmens und Entlassungen sind die Folge.

Selbst erfahrene Steuerberater stehen dann machtlos an der Seite ihrer Kunden und schütteln über ständig neue Regelungen den Kopf.

Besonders die lang gepriesenen Gründungen aus sogenannten „Ich-AGs“ sind betroffen.

Die Wut in kleinen und mittelständischen Unternehmen wächst!

Denn gleichzeitig gelingt es den „Zumwinkels“ unserer Gesellschaft, immer wieder Millionen am Fiskus vorbei ins Ausland zu schleusen.

Diese Leute lachen über jeden Betriebsprüfer, denn sie wissen genau, an ihrer Seite steht ein Tross von Anwälten, die dafür bezahlt werden, Mittel und Wege zu finden Gesetze auszulegen, zu verdrehen und zu umgehen.

Wenn für dieses Klientel auch noch ganz offiziell schwarz/gelbe Regierungspolitik gemacht wird, dann ist es nur eine Frage der Zeit.

Aus der Wut und der Verzweiflung der Betroffenen werden bald Taten folgen.

„Was passiert hier eigentlich?“

Die Schere zwischen der mittelständischen Wirtschaft als Basis unserer Beschäftigung und denen die Geld damit verdienen können, indem sie es jeden Tag drei mal um den Globus schicken, geht immer weiter auseinander.

„Wenn diejenigen Unternehmer die täglich mit ihren Mitarbeitern im Wettbewerb, an der Maschine und beim Kunden stehen, von denjenigen ausgelacht werden, die mit dem Eliteabschluss in der Tasche die sauer verdienten Euro einfach wieder verzocken können, dann ist der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft gefährdet“

So Jörg Vieweg, stlv. Vorsitzender der SPD Chemnitz und selbst seit 20 Jahren Unternehmer in Chemnitz.

Gerade beim Thema Betriebsprüfung wird dieses Missverhältnis deutlich.

Aufgabe der Kontrollorgane sollte es sein, die großen Fische zu fangen und damit Millionen einzutreiben.

„Genau dies geschieht aber nicht“, ist Vieweg überzeugt.

Die besten Aussichten auf schnellen Erfolg gibt es bei kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Hier schlagen die Prüfdienste mit der ganzen Macht des Gesetzes zu.

Sie riskieren damit ohne Nachzudenken, Existenzen und Arbeitsplätze.

Die Großen lässt man laufen.

Hier wirklich einzugreifen fehlt der Mut.

„Oder fehlt die Qualifizierung?“, hält Vieweg den Finger in die Wunde.

Man muss sich nur einmal vorstellen, was passiert, wenn ein Betriebsprüfer mit Fachhochschulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg einer Abteilung von Harvard Absolventen in einem Großkonzern gegenüber sitzt.

Die Jungs winken einmal kräftig mit den aktuellen Kommentaren zur Steuergesetzgebung und der Prüfer sucht das Weite.

Das Gelächter bei den Herren in Nadelstreifen ist dann groß.

Denn beim intensiven Studium der Auslandsaktivitäten und in den zehn Schweizer Briefkästen, wäre richtig was zu holen gewesen.

Der Mittelständler der Saisonarbeitskräfte beschäftigen muss, um beim Auf und Ab der Konjunktur noch mithalten zu können, wird da schon ganz anders angefasst.

Wenn er bei der Anmeldung nicht alle Kriterien wie Arbeitsstunden, Einkommenshöhe, Berufsmäßigkeiten oder Dauerbeschäftigungszeiten beachtet hat und diese nicht täglich nach Vorschrift dokumentierte, sieht er ganz schön alt aus.

Nachforderungen von mehreren tausend Euro dauern hier nur wenige Tage.

Das Konto wird gepfändet.

Aus die Maus!

Diese Denkweise kann kein Konzept für die Zukunft sein.

Der Vorsitzende der Chemnitzer Arbeitsgemeinschaft der Selbststän digen in der SPD (AGS) Jörg Vieweg, fordert darum:

„Abbau der Regelungswut und immer neuer Vorschriften für die Kleinen. Scharfe Kontrollen mit hochqualifiziertem Personal und klare gesetzliche Schranken für die Großen.“

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 13. Juli 2010 um 06:01 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 335
Beiträge : 5721
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 13860359

Verwandte Beiträge