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Start Hier spricht die Basis Einmal Falke , immer Falke - Teil 1

Einmal Falke , immer Falke - Teil 1

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Keine andere Organisation hat mich für mein späteres Leben so politisch und persönlich  geprägt, wie die Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken.

Den Falken verdanke ich die feste Überzeugung, die Erkenntnis, die durch Erleben und Handeln entsteht, dass Emotion und Vernunft, Kopf und Bauch, eine Einheit bilden müssen, dass wir die Gemeinschaft der Freien und Gleichen als eine KONKRETE gesellschaftliche Utopie verwirklichen können.

Die ungezählten Stunden, die ich ehrenamtlich als Helfer im Zeltlager, als Kindergruppenleiter oder als verantwortlicher Funktionär und hauptamtlich als Sekretär verbracht habe, gehören zu den schönsten und produktivsten Erlebnissen meines Lebens.

"Bildung ist etwas, was man ganz ohne Beeinträchtigung durch die Schule erwerben muss," hatte einst Mark Twain formuliert. Bei den Falken habe ich gemerkt, wie recht er hatte. In den Seminaren und Schulungen, die ich als Teilnehmer und Teamer durchlaufen habe, habe ich mehr gelernt, als es in jeder - noch so guten - Schule jemals hätte möglich sein können.

Als ich in den Siebzigern mein sozialpädagogisches Studium begann, zu einer Zeit, als noch ein politisches Verständnis von Pädagogiik vorherrschte, war es mir so vergönnt, die Theorie sofort einem Praxistest zu unterziehen.

Während pseudorevolutionäre Maulhelden an den Universitäten und in schmuddeligen Hinterzimmern darum stritten, an welcher Stelle ein Komma oder ein Punkt zu setzen war, um in einem Thesenpapier, das niemand lesen wollte, ewige Wahrheiten zu verkünden, machte sich ein von vielen hochmütig belächelter Arbeiterkinder- und Jugendverband daran, die Praxis zu erobern.

Sicher, auch bei den Falken gab es Auseinandersetzungen um theoretische Fragen, diese wurden jedoch nie mit der Verbissenheit geführt, wie sie in anderen Organisationen an der Tagesordnung waren.

In der gemeinsam gestalteten Praxis verloren sie jedoch an Bedeutung. Wie man zusammen ein Zelt aufbaut, entzieht sich eben ganz einfach jeder philosophisch-politischen Debatte.

Die SJD-Die Falken, hatte sich nach der Befreiung von der Naziherrschaft als  Nachfolgeorganisation der Kinderfreundebewegung und der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) zur gemeinsamen Kinder-, Jugend- und Erzieherorganisation zusammengeschlossen.

Zunächst - zwar stets formal unanbhängig - als braver sozialdemokratisch dominierter Jugendpflegeverband, emanzipierte sich die Organisation Mitte der Siebziger und geriet zunehmend in Konflikt zur Mutterpartei.

Darüber mehr in Teil 2.

 

 

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