Kalt war es,

am 3. März in München, vor der " Münchner Haupt " blies ein eisiger Wind. Die geladenen Gäste kamen an.
Was ist da heute los? Wurden viele von uns gefragt. Der Krenkl-Preis wird heute verliehen!
Aber als Konstantin Wecker zu singen beginnt, ist der Sommer nicht mehr weit.
Es ist nur ein Keyboard, mit dem er auf der winzigen Bühne vorlieb nehmen muß, aber er spielt wie auf seinem eigenen Flügel.
Dieses kleine Konzert in der Gaststätte " Münchner Haupt " hat er mit einem Lied begonnen, das sonst meist zum Schluß kommt- mit " Willi ", den die Nazis umgebracht haben.
An diesem Abend, steht die Politik im Vordergrund, aber vor 250 geladenen Gästen geht es auch um eine Auszeichnung, die von der SPD im Münchner Süden schon seit 20 Jahren vergeben wird.
Den Krenkl Preis, benannt nach Franz-Xaver Krenkl, welcher die Kutsche des Prinzregenten verbotswidrig überholte und und von der Obrigkeit zur Rede gestellt , mit einem "Wer ko, der ko!" retournierte.
Das war, so sagte der Gastgeber Florian von Brunn, ein Beispiel für "bayerische Respekt- und Furchtlosigkeit".
Auch Konstantin Wecker, so sieht es die örtliche SPD-Landtagsabgeordnete Adelheid Rupp, habe sich durch "Unbotmäßigkeit" ausgezeichnet,er habe, so ergänzt Laudator Klaus Hahnzog, der frühere Bürgermeister von München, zu fordern gewagt:
"Sage Nein, steh auf und misch dich ein!"
Wie das geht konnte man von Konstantin erst kürzlich sehen, als er in Dresden gegen die Neonazis aufstand und Nein sage!
Der Krenkl Preis, wurde heuer doppelt vergeben auch an jene Studentinnen und Studenten die sich 2009 nicht nur im Winter protestierend und streikend für ihre Rechte einsetzten und auch zu Weihnachten in der LMU bis zur Räumung ausharrten.
Eine Sprecherin nahm die Auszeichnung entgegen, der Sprecher der StudentenInnen Malte Pennekamp blieb im Hintergrund.
Die Studentin Tamara Banez sang das Lied "Wir bleiben hier", welches sie im besetzten Hörsaal der LMU im winter komponiert hatte.
Ich freute mich auch die Landtagsabgeordnete Isabell Zacharias SPD, welche für die Hochschulpolitik in Bayern zuständig ist zu sehen.
Besonders freute ich mich am Tisch mit Thomas Asböck und Sebastian Roloff zu sitzen.
Es war ein toller Abend.






