Das ist der falsche Zug!

Was will Westerwelle wirklich?
Ich habe mir die Sendung Polemik oder Politik, mit Maybrit Illner angesehen in der es um die Hartz IV Debatte rund um die Äußerungen von Guido Westerwelle ging.
Unter anderen Gästen war Rudolf Dreßler (SPD), Sozialpolitiker und Elisabeth Niejahr, Wirtschaftsjournalistin "Die Zeit". Die mir sehr gut gefallen haben....
Nun war auch Westerwelle selber da...
Also mein Fazit aus dieser Diskussion ist nun folgendes.
Die Arbeitsplätze sollen doch laut Westerwelle z. B. durch einen Mindestlohn vernichtet werden. Ich denke aber , dass gerade seine Politik und seine neoliberale Richtung Arbeitsplätze vernichtet.
Entlohnt die Menschen wirklich gut in unserem Land.
Von denen ein Arbeitnehmer auch leben kann.
Der Niedriglohnsektor und die Arbeitsmaßnahmen 1 Eurojob haben einzig und alleine bewirkt, dass sich Unternehmer sagen, dass sie ja im Grunde kaum Lohn oder sogar gar keinen zahlen müssen und sich statt dessen durch den Staat subventionieren lassen können.
Denn was Anderes ist es, wenn die Allgemeinheit, also wir alle durch Steuergelder und Beiträge solche prekären Beschäftigungsverhältnisse mit finanzieren?
Das ist nicht nur einmalig in der deutschen Geschichte, sondern es ist einmalig im Vergleich zu anderen Ländern.
Wo, bitte gibt es so was denn sonst? Sind wir Deutschen denn, mit Verlaub, eigentlich total verblödet?
Mit den jetzigen Bedingungen erreichen wir nur Eins, nämlich dass unser bestehendes Tarifsystem kaputt geht.
Und dass, Alles, wofür unsere Urgroßeltern einst gekämpft haben, den Bach runter geht.
Typen, wie Westerwelle, sorgen mit dafür, dass unser Lohn Niveau auf ein Limit fällt, dessen Schmerzgrenze bei Weitem bereits überschritten ist. Wie anders soll man z.B. die Frage Verstehen, ob ein Lohn von 3 Euro die Stunde wohl sittenwidrig ist oder nicht.
Bei dieser Frage müssten dem einigermaßen sozial denkendem Bürger, doch die Haare zu Bergen stehen.
Man fragt sich leider doch schon immer öfter, in welchem Land lebe ich eigentlich hier?
Nun prangert Herr Westerwelle ja auch immer an, dass Hartz IV Empfänger doch nicht genauso viel haben dürfen, als Jemand der arbeitet...
Bis dahin alles sicher gut und richtig. Nur...wird hier das Ganze doch auf den Kopf gestellt.
Bekämen die Arbeitnehmer hierzulande doch mal endlich wieder einen ANSTÄNDIGEN Lohn und keine Hungerlohn, hätten die Harzt IV Empfänger, selbst nach einer vernünftigen Erhöhung, nicht mehr als ein Arbeitnehmer.
Da muss sich was ändern und nicht an der Höhe der Zuwendungen durch den Staat für Bedürftige.
Das musste mal gesagt werden und das sollte sich auch Frau Kraft mal fragen, die nun aus mir unerklärlichen Gründen, auf diesen falschen Zug aufgesprungen ist.
Frau Kraft: Ziehen sie die NOTBREMSE!!!
Das ist der falsche Zug!






