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Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

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Angela Merkels Neujahrsansprache jetzt schon im Netz!

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen und Ihren Familien für das neue Jahr 2011 Gesundheit und Zufriedenheit.

Bereits zum sechsten Mal darf ich Ihnen diesen Wunsch an einem Silvesterabend übermitteln.

Doch heute ist für mich kein Silvesterabend wie jeder andere.

Denn der heutige Abend weckt bei mir unmittelbare Erinnerungen.

Erinnerungen an meine Herkunft und wie es war, in einem totalitären Staat aufzuwachsen.

Dieses Leben hat mich geprägt, mich totalitär gemacht und unnahbar.

Deswegen möchte ich Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, fragen: wollen Sie werden wie ich?

Meine Minister, meine Partei, Sie als meine Wähler und ich werden im kommenden Jahr alles Menschenmögliche tun, um Sie vor diesem Schicksal zu bewahren.

Und immer wieder erkennen wir – auch nach den Vorfällen mit und durch Wikileaks im vergangenen Jahr – wie wichtig die freie Rede ist.

So werden wir schon in diesem Monat beginnen, in allen Städten und Dörfern unseres Heimatlandes Kabinen zur freien Rede aufzustellen.

Diese Freiredekabinen werden ein leuchtendes Beispiel für Freiheit sein.

Wieder einmal setzen wir globale Impulse.

Um Äußerungen, die sich gegen die Freiheit und Ordnung unseres Landes richteten, zu verhindern, mussten sie bisher untersagt werden.

Notfalls mit Polizeigewalt, wie wir in Stuttgart zu unser aller Leidwesen erlebt hatten.

Es war jedoch nie unsere Absicht, das Recht auf freie Meinungsäußerung auf ewig einzuschränken, und in letzter Zeit wurde immer öfter gefragt – es wurden sogar Petitionen gestellt, ob es nicht in naher Zukunft möglich wäre, den nächsten großen Schritt zu wagen.

Jetzt ist es soweit!

Ab Januar können die ersten Menschen in ausgewählten Städten, der etwas mitzuteilen hat, auch wenn es sich um Kritik oder üble Nachrede gegen die Regierung handelt, dies in einer der neuen Freiredekabinen tun.

Betreten Sie diese schallisolierten Kabinen jeweils allein und sagen Sie, was immer Sie sagen wollen.

Nun kann sich wirklich niemand mehr beklagen, es gebe keine Redefreiheit.

Aufrührerische Reden jedoch, die außerhalb dieser Kabinen geäußert werden, müssen wir leider auf die gewohnte Weise ahnden.

Ein weiterer wichtiger Fortschritt, den wir zu Beginn dieses Jahres in Angriff nehmen möchten, wurde von der Gattin unseres hoch geschätzten Verteidigungsministers initiiert.

Hier handelt es sich um das Präventivmaßnahmengesetz.

Fortschritte in der Computertechnik und bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz machen inzwischen Vorhersagen möglich, wer in naher Zukunft welche Art von Verbrechen verüben wird.

Diese Menschen werden als Teile eines willkürlichen Auswahlverfahrens oder aufgrund eines spezifischen Verdachts einem Test unterzogen werden.

Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass sich der Volkssender RTL bereitgefunden hat, uns dabei seine volle Unterstützung zuzusichern.

Wer anhand von Aufnahmen, die ab jetzt durch in Fernseher installierte Kameras, als zukünftiger Krimineller identifiziert wird, erhält eine prophylaktische Bestrafung.

Auch in Bezug auf die Entwicklungshilfe haben wir uns zu bahnbrechenden Veränderungen durchgerungen.

Wir haben beschlossen, einen großen Teil unserer Steuereinnahmen für die Verbesserung des Lebensstandards der Dritten Welt zu verwenden.

Wir haben eine Beraterfirma beauftragt, uns Programme zur Durchführung dieser Hilfe zu entwickeln, die vor allem die Geburtenkontrolle in den Drittländern berücksichtigen soll.

Bis zum Juni dieses Jahres werden wir unter zwei Vorschlägen ausgewählt haben.

Der erste Vorschlag beinhaltet keine Geburtenkontrolle.

Dies hat zur Folge, dass die Zahl der Menschen in den Drittländern während der vorerst geplanten Unterstützung um 50% steigen wird und sich der Lebensqualitätsindex dieser Menschen von 2,4 auf 3,2 verbessern würde.

Der zweite Vorschlag beinhaltet auch eine fakultative Geburtenkontrolle, die dafür sorgen würde, dass die Bevölkerungszahl konstant bliebe, der durchschnittliche Lebensqualitätsindex jedoch auf 4,0 anstiege.

Unser Koalitionspartner ist bereits in Verhandlungen mit der Firma Fromms, die uns bei dem zweiten Vorschlag unterstützen würde.

Und nun lassen Sie mich bitte noch ein paar Worte zu unserer Bildungspolitik verlieren.

Unser Forschungsministerium hat das Frauenhofer-Institut sowie einige Schulbuchverleger beauftragt, einen Bildungschip zu entwickeln.

Dieser Hochgeschwindigkeitschip kann Kindern schon kurz nach der Geburt implantiert werden und liefert, wie uns Testergebnisse bewiesen, sofort die gewünschten Ergebnisse.

Die Testpersonen, alles Kinder aus sozial schwachen Familien, waren sofort über das Internet mit einer enzyklopädischen Datenbank verbunden und konnten auch später nicht mehr unterscheiden, ob sie das Wissen selbst erlernt hatten, oder woran sie sich erinnerten.

Dies wird uns einen großen Schritt voranbringen im globalen Wettbewerb.

Als letztes, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger möchte ich nun noch auf die Armut in unserem Lande zu sprechen kommen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger:

Es gibt eine gerechte Ungerechtigkeit.

Es können nicht alle Menschen gleich behandelt werden.

Die Opposition möchte, dass wir jedem Menschen unseres Landes den gleichen Betrag Geldes zur Verfügung stellen.

Doch wir haben uns entschlossen, das von unseren Wirtschafts- und Finanzministerium erdachten „Nimm drei – Zahl zwei“-Prinzip anzuwenden.

Jeder, meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger erhält ab sofort monatliche Sachleistungen.

Nur leider sind wir vom Import abhängig.

Nach langen Verhandlungen mit unseren russischen, japanischen und amerikanischen Freunden haben wir das Angebot erhalten, bei der Bestellung von zwei statt einer Million Liter Öl aus Russland, eintausend japanische Autos kostenlos zu erhalten.

Bei zweitausend georderten Fahrzeugen aus Japan erhalten wir eine Million Liter Öl aus Russland.

Diese Waren werden wir an Bedürftige unseres Landes weiterreichen.

Auch Sie selbst können mithelfen.

So versprach uns der amerikanische Präsident, dass bei dem Kauf amerikanischer Besitzurkunden und Anleihen, Bauunternehmer der Vereinigten Staaten bereit sind, leerstehende Häuser gleich mitzuschicken.

So liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger wird bald jeder in diesem Land mindestens ein Auto und ein Eigenheim besitzen und sich in Freiheit über unsere Straßen bewegen können.

Wir sehen blühenden Landschaften entgegen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Die Kraft der Freiheit und die Erfahrung des Miteinanders, 60 Jahre Grundgesetz und 20 Jahre wiedervereintes Deutschland – das zeigt:

Unser Land hat schon ganz andere Herausforderungen bewältigt.

Deshalb können wir auch die Herausforderungen unserer Generation meistern.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein erfülltes, ein glückliches und ein gesegnetes Jahr 2011.

(unter Mithilfe Julian Bagginis Gedankenspiele)

 

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